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Derzeit gibt es in Europa 23 Werke von Fiat und GM Europe mit der Hauptmarke Opel.
"Project Phoenix"
Fiat hofft auf Milliarden-Einsparungen
Fiat erhofft sich mit den Plänen für einen neuen Welt-Autokonzern zusammen mit Chrysler und Opel jährliche Einsparungen von bis zu 1,4 Milliarden Euro. Dieser angestrebte Synergieeffekt vom Jahr 2015 an geht aus dem Konzept Fiats für einen Einstieg bei Opel und für den neuen Unternehmensverbund hervor. Dass sich die Marken Fiat, Opel, Saab, Vauxhall und Chrysler gegenseitig Marktanteil abjagen könnten, befürchtet der italienische Autobauer nicht. In dem 46-seitigen Konzept "Project Phoenix", das der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vorlag, wird das Opel-Werk in Kaiserslautern als ein Standort aufgeführt, der "von einer möglichen Schließung betroffen sein könnte". Verkleinert werden sollen die Opel-Werke in Rüsselsheim und Bochum. Fiat-Chef Sergio Marchionne hatte am Dienstag allerdings den Erhalt aller vier deutschen Werke zugesagt, nachdem Kaiserslautern als Wackelkandidat genannt worden war (wir berichteten). Fiat will mit dem Europageschäft des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) sowie dem insolventen amerikanischen Autobauer Chrysler zum zweitgrößten Autohersteller der Welt aufsteigen. Dabei sollen die GM-Marken Opel, Vauxhall und Saab erhalten bleiben und vom italienischen Konzern unter anderem die Marken Fiat und Alfa Romeo. Die Opel-Zentrale soll in Rüsselsheim bleiben, Fiat soll von Turin aus und Saab weiter von Schweden aus gelenkt werden. Nach dem Fiat-Konzept könnten insgesamt sechs Fabriken in Europa geschlossen werden. Bei weiteren sechs Werken sind Kürzungen geplant. Im Ausland drohen dem englischen Werk in Luton, dem österreichischen Werk in Graz, den beiden italienischen Werken in Canavese und Termini die Schließung, die polnische Fabrik Ispol könnte betroffen sein. Kürzungen könnte es im Ausland geben im schwedischen Trollhättan, im belgischen Antwerpen, im spanischen Saragossa und im italienischen Pomigliano. Derzeit gibt es in Europa 23 Werke von Fiat und GM Europe, die zusammen rund vier Millionen Autos herstellen. Keine Marken-Kannibalisierung Die aus Sicht von Fiat geringe Zahl von Werksschließungen, die Synergieeffekte von jährlich 1,4 Milliarden Euro und ein Cash-Flow (Zugang an flüssigen Finanzmitteln) von mehr als fünf Milliarden Euro werden neben dem geringen Risiko einer Marken-Kannibalisierung als Vorteil aufgeführt. Wie bereits bekannt, wird der Finanzbedarf auf rund sieben Milliarden Euro für maximal fünf Jahre beziffert. Dafür sind Staatsgarantien der beteiligten europäischen Länder im Gespräch. Der größte Teil dürfte auf Deutschland entfallen. Laut dem Fiat-Konzept könnten die Staatsgarantien von 2012 an langsam auslaufen. (dpa)
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(Foto: Thomas Lohnes/ddp)
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