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Konzernchef Marchionne: "Wir haben einen ehrgeizigen Plan für Fiat, vor allem in Italien."
Restrukturierung
Fiat investiert Milliarden in Italien
Fiat-Chef Sergio Marchionne will in den nächsten beiden Jahren mehr als acht Milliarden Euro überwiegend in Italien investieren, um Produktivität und Entwicklung zu stärken. "Wir haben einen ehrgeizigen Plan für Fiat, vor allem in Italien", sagte Marchionne am Dienstag in Rom bei der Vorstellung seines Umstrukturierungsplans. Gleichzeitig bekräftigte er, dass Fiat 2011 den Bau von Autos in dem sizilianischen Werk Termini Imerese mit etwa 1.700 Mitarbeitern einstellen wird. Während Marchionne in Rom war, demonstrierten Fiat-Arbeiter, die um ihre Arbeitsplätze bangen. Bei einer Beratungsrunde mit der italienischen Regierung und den Gewerkschaften erläuterte der Fiat-Chef auch, warum es Einschnitte geben müsse. "Die Aufmerksamkeit ausschließlich auf soziale Belange zu richten, würde zum Tod des Unternehmens führen", betonte er und forderte, Kosten und soziale Verantwortung in Einklang zu bringen. In Europa gebe es beim Autobau weiterhin Überkapazitäten, ein Problem, das in den USA mutig angegangen worden sei, sagte Marchionne. "Wir haben in Italien sechs Werke und produzieren zusammen das, was in einer einzigen Stätte in Brasilien hergestellt wird", hatte Marchionne vor einem Monat sein Vorgehen bereits verteidigt. Die Produktionslage in Italien spiegelt für Marchionne noch eine Zeit wider, "die es so nicht mehr gibt, fernab jeder industriellen Logik". Er wandte sich am Dienstag dennoch gegen ein "rein wirtschaftliches Kalkül, das schmerzliche Konsequenzen hätte, die niemand will". Neue Modelle und Produktionsverlagerungen sollen dazu beitragen, dass der mit Chrysler verbundene Autobauer die Krisenzeit meistern kann. Was das Werk auf Sizilien angeht, will Marchionne helfen, eine Lösung zu finden, "um Termini am Leben zu erhalten, wenn dort keine Autos mehr gebaut werden". Die Regionalregierung Siziliens hatte einen Plan aufgelegt, um die Fabrik zu retten.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Übernahme von serbischem Autohersteller besiegelt
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(Foto: Michele Tantussi/ddp)
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