Donnerstag, 24.05.2012
04.05.2009
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Opel-Einstieg

Fiat sagt VW Kampf an

Fiat will bei einer Übernahme von Opel alle deutschen Montagewerke sowie die Marke erhalten. Das teilte Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) am Montag nach einem Gespräch mit Fiat-Chef Sergio Marchionne in Berlin mit. Es gebe dann allerdings auch in Europa Bedarf an Einsparungen bei Personal und Standorten. In Deutschland könnte davon nach Fiat-Vorstellungen das Fahrzeugteile-Werk Kaiserslautern betroffen sein. Die drei Endmontagewerke von Opel sind Rüsselsheim, Eisenach und Bochum. Der Betriebsrat des Kaiserslauterer Opel-Werks reagierte mit scharfer Kritik auf die Überlegungen des Fiat-Konzerns. "Wir werden uns unter dieser Voraussetzung gegen Fiat massiv wehren. Das können wir nicht hinnehmen", sagte der Kaiserslauterer Betriebsratschef Alfred Klingel am Montag. Er zähle auch darauf, dass Land und Bund solche Überlegungen nicht akzeptierten. Der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel forderte ein "schlüssiges Finanzierungskonzept". "Fiat muss beweisen, dass es nicht nur um Staatsmittel geht", sagte Einenkel. Er frage sich, wie Fiat nach der Übernahme von Chrysler den Einstieg bei Opel bezahlen wolle: "Dieses Geld muss real sein. Da warten wir auf eine klare Aussage." Fiat plane die eine oder andere Werksschließung in Europa, es gebe aber keine "Schließungen in der Breite", betonte Guttenberg. Der Fiat-Chef legte in dem Gespräch einen Masterplan vor. Er will die Autosparte seines Konzerns ausgliedern und mit dem US-Autobauer Chrysler sowie Opel zusammenlegen. Der neue Konzern soll die weltweite Nummer zwei nach Toyota werden. Es gehe um alle europäischen Partner des US-Mutterkonzerns General Motors (GM), sagte Guttenberg. Die Bundesregierung macht Hilfen für einen Opel-Investor von Bedingungen abhängig. Die Italiener wollen laut Guttenberg ohne eigene Schulden bei Opel einsteigen und dafür ein entsprechendes Modell schaffen. Der "finanzielle Überbrückungsbedarf" würde sich dann aus Schulden und Pensionsverbindlichkeiten der Opel-Mutter ergeben. Dieser Bedarf werde nach bisherigen Schätzungen von Fiat europaweit auf fünf bis sieben Milliarden Euro veranschlagt. Hier könnten staatliche Garantien oder Bürgschaften der europäischen Länder ins Spiel kommen. Direkte Staatsbeteiligung "unsinnig" Wie groß der Anteil Deutschlands bei einer solchen Lösung werden könnte, sei noch offen, sagte Guttenberg. Auch dem Fiat-Chef lägen noch keine gänzlich gesicherten Zahlen aus der GM-Zentrale in Detroit vor. Eine direkte Staatsbeteiligung lehnte Guttenberg ab. Dies sei das "unsinnigste Instrument". Es gehe um Bürgschaften etwa für Akquisitionsdarlehen. Dies müsste aber auf europäischen Schultern verteilt werden.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Investoren nicht verprellen – Fusion bis Ende Mai beschlossen?

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

05. Mai 2009 10:30
torsten urbschat meint:
Anstelle von VW könnte ich über die Konstellation nicht lachen!
Die Chance für Opel mit deutsche Perfektion gepaart mit italienischer Finesse, Frohsinn und Lebensart weiterarbeiten und sich entfalten zu können ist sicher eher ein Glücksfall ,die
Kleingeister und Theoretiker wohl niemals begreifen.
Das TEZ beherbergt in Europa die meisten und bestimmt nicht die dümmsten Ingenieure.
Die neuste wohl für den Automobilbau wichtigste Motorengeneration der HCCI-Motor ist wohl schon Serienreif und bei VW noch nichts zu hören.
Das Design nimmt den Verlauf des alten Käfers auf, langsam aber sicher ist man Ihrer
überdrüsig. Und die Qualität, die scheint derzeit bei VW nicht zu existieren , schaut man sich die Langzeittests der Fachpresse und die diversen Leserforen an.
Wie ich hier an dieser Stelle schon einmal darauf hinwies, hat Opel nun eine Chance wieder auf allen Spielfeldern des Automobilen Marktes mitspielen zu können ,also obere Mittelklasse und Oberklasse zu bedienen ,was die Amerikaner stets und ständig auf Grund ihrer nordamerikanischen Arroganz und Kurzsichtigkeit wohl nie verstanden wie wichtig das für eine Automarke wie Opel war und ist.
Mit Fiat dürften Projekte wie die 2003 vorgestellte Insignia Oberklasse Limousine genauso möglich sein, wie die GTC Coupe Studie von 2008( evtl. auch als Cabrio) und das Konzeptauto Maxx was Opel auch derzeit dringend bräuchte.
Sicher wären auch so unselige Entscheidungen wie die Aufgabe einer der weltweit besten Reihensechzylinder, in Form der C3,0SE und C4,0 SE Motoren mit ihrem großen Entwicklungspotential und dem hohem Ansehen aufzugeben, sicher nicht getroffen worden.
Ihr Torsten Urbschat, automotive creative salesmanger


04. Mai 2009 17:34
JP meint:
VW "den Kampf ansagen" - mit Opel und Chrysler, wie lächerlich ist das denn?

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