Donnerstag, 24.05.2012
06.07.2009
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Nächster Coup

Fiat schmiedet Allianz mit Guangzhou

Fiat hat ein Joint Venture mit dem chinesischen Autobauer Guanghzou unterzeichnet. Fiatchef Sergio Marchionne und der Präsident der GAC (Guanghzou Automobile Group), Zhang Fangyou, unterzeichneten am Montag in Rom im Beisein des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und des chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao eine Übereinkunft über den Bau eines gemeinsamen Werkes in China. Wie der Fiat-Konzern mitteilte bekanntgab, wollen die beiden Autoriesen dort ab 2011 Motoren und Autos für den Markt der Volksrepublik herstellen. "Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der Internationalisierung von Fiat und seiner Technologie", begrüßte Fiat-Präsident Luca Cordero di Montezemolo die Allianz. Mit dem Abkommen ist Fiat nach einer zweijährigen Pause wieder präsent in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt. Die Italiener hatten in der Vergangenheit mit "Nanjing Automotive" zusammengearbeitet. Das 400-Millionen-Projekt, das in der zentral-chinesischen Provinz Hunan entstehen soll, werde zunächst eine Produktions-Kapazität von 140.000 Autos und 220.000 Motoren haben, hieß es in der Mitteilung. Später sei eine Aufstockung der Leistungskapazität auf 250.000 Wagen und 300.000 Motoren im Jahr möglich. Nach Vorab-Berichten der italienischen Tageszeitung "Il Sole 24 Ore" sollen zunächst eine neue Version des "Linea", später dann die Modelle Bravo und Grande Punto an dem neuen Standort gebaut werden. Marchionne hatte Anfang des Jahres Vergrößerungspläne für den italienischen Traditions-Konzern angekündigt – mit der Begründung, nur etwa fünf große Automobilkonzerne mit einer Jahresproduktion von circa sechs Millionen Autos würden die aktuelle Wirtschaftskrise letztendlich überleben. Anfang Juni war es dem Autobauer gelungen, einen Einstieg mit 20 Prozent bei dem maroden US-Autobauer Chrysler perfekt zu machen. (dpa)

 
 
 
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