Donnerstag, 24.05.2012
04.05.2009
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Experte

Fiat und Opel passen nicht zusammen

Eine Übernahme durch den Fiat-Konzern birgt für Opel nach Ansicht des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer erhebliche Gefahren. "Das finanzielle Risiko für Opel würde steigen", sagte er am Montag. Der angeschlagene Hersteller verlöre durch ein Zusammengehen mit den Italienern die Möglichkeit, auf dem Wachstumsmarkt Russland präsent zu sein und wichtige Technologien zu entwickeln. Zusätzlich sei Fiat auf die gleichen Marktsegmente fokussiert: "Beide Hersteller schnappen sich im europäischen Wettbewerb gegenseitig die Kunden weg", sagte Dudenhöffer, Professor an der Universität Duisburg-Essen. Die Ergebnisse der Gespräche von Fiat-Chef Sergio Marchionne mit Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) über eine Opel-Übernahme hätten Dudenhöffer in seiner Meinung bestätigt: "Opel passt nicht in einen Verbund mit Fiat und Chrysler. Man würde Opel aushöhlen." Die drei Endmontagewerke in Rüsselsheim, Eisenach und Bochum sollen nach Aussage Guttenbergs erhalten bleiben, das Fahrzeugteilewerk in Kaiserslautern könnte allerdings von "Konsolidierungsmaßnahmen" betroffen sein. "Es ist sehr überraschend, dass in Kaiserslautern anscheinend ein Standort wegrationalisiert werden soll. Das hat sich vor einigen Tagen noch anders angehört", sagte Dudenhöffer. Es sei auch keine Aussage über die Zukunft des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim getroffen worden. Dudenhöffer geht davon aus, dass die deutsche Politik den italienischen Konzern als Investor bevorzuge: "Es sieht so aus, als hätte Guttenberg Vorlieben für Fiat." Ein Anzeichen dafür sei, dass das Wirtschaftsministerium bei den Verhandlungen über die Zukunft Opels von Roland Berger beraten werde, der gleichzeitig im Aufsichtsrat von Fiat sitze. Die Pläne von Marchionne, durch Übernahmen von Chrysler und Opel den zweitgrößten Autokonzern der Welt aufzubauen, kritisierte Dudenhöffer. "Ich halte dieses Spiel für sehr gefährlich. Marchionne handelt ähnlich wie ein Hedge-Fonds: Er will mit geringem Hebel eine große Wirkung erzielen. Die Chance, dass das schiefgeht, halte ich für sehr hoch", sagte der Autoexperte. Fiat versuche, eine Markenvielfalt unter einem Dach aufzubauen, die zum Scheitern verurteilt wäre.

 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

05. Mai 2009 12:04
Heinz Kretschmer meint:
Hr.Prof.D.zu kommentieren ist des Aufwandes zuviel,
man setze auf die realistische Sachlagenbeurteilung
zum richtigen Zeitpunkt durh Hr.Prof.H.Brachat.
Heinz Kretschmer


05. Mai 2009 10:18
Torsten Urbschat meint:
Warum der gute Herr Dudenhöfer immer wieder als Autoexperte
zitiert wird ist mir vollkommen Schleierhaft!
Das kann ja wohl nur mit der Namensgleichheit zum Duden zu tun haben.
Der Mann ist soweit entfernt vom operativen Geschäft wie ein Buchhalter zum Wort Risiko.
Die Chance für Opel mit deutsche Perfektion gepaart mit italienischer Finesse, Frohsinn und Lebensart weiterarbeiten und sich entfalten zu können ist sicher eher ein Glücksfall ,die
Kleingeister und Theoretiker wohl niemals begreifen.
Wie ich hier an dieser Stelle schon einmal darauf hinwies, hat Opel nun eine Chance wieder auf allen Spielfeldern des Automobilen Marktes mitspielen zu können ,also obere Mittelklasse und Oberklasse zu bedienen ,was die Amerikaner stets und ständig auf Grund ihrer nordamerikanischen Arroganz und Kurzsichtigkeit wohl nie verstanden wie wichtig das für eine Automarke wie Opel war und ist.
Mit Fiat dürften Projekte wie die 2003 vorgestellte Insignia Oberklasse Limousine genauso möglich sein, wie die GTC Coupe Studie von 2008( evtl. auch als Cabrio) und das Konzeptauto Maxx was Opel auch derzeit dringend bräuchte.
Sicher wären auch so unselige Entscheidungen wie die Aufgabe einer der weltweit besten Reihensechzylinder, in Form der C3,0SE und C4,0 SE Motoren mit ihrem großen Entwicklungspotential und dem hohem Ansehen aufzugeben, sicher nicht getroffen worden.
Ihr Torsten Urbschat, automotive creative salesmanger


05. Mai 2009 00:44
Bernd Reisinger meint:
Bitte nicht schon wieder den Dudenhöffer zitieren.

Seine Prognosen haben eine Trefferquote, die geringer ist als ein Sechser im Lotto.
Erstaunlich wie er es immer wieder schafft in die Medien zu kommen, findet ihr ihn nicht auch unerträglich, liebe Autohaus-Redaktion.

Ihr tut Euch nichts Gutes ihn ständig zu Wort kommen zu lassen.

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