Donnerstag, 24.05.2012
29.05.2009
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Opel

Fiat verabschiedet sich aus Bieterrennen – Magna und GM einigen sich

Die Rettung von Opel steht auf der Kippe: Die Bundesregierung pocht auf klare Zusagen der US-Seite und der Investoren. Nach den Worten des stellvertretenden Regierungssprechers Thomas Steg will die Bundesregierung keine Opel-Rettung um jeden Preis. Bei der Übernahme von Finanzierungsrisiken habe sie sich selbst bestimmte Grenzen gesetzt. Zusätzliche Risiken seien dem Steuerzahler nicht zu vermitteln. Nach dem Ausstieg von Fiat im Bieterwettbewerb ist nur noch der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna als ernstzunehmender Kandidat im Spiel. Dieser hat sich am Freitag mit General Motors (GM) auf ein Konzept für die Übernahme des angeschlagenen deutschen Autokonzerns geeinigt. Dies bestätigten Regierungskreise am Freitag in Berlin. Über die Absichterklärung soll bei dem Opel-Spitzentreffen der Bundesregierung am Freitagabend beraten werden. Wie es hieß, hat Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei einem Gespräch mit Magna-Chef Frank Stronach die Verständigung erreicht. So sei auch eine Einigung über die Lizenzgebühren erzielt worden. Andere Fragen wie das bislang von der US-Regierung abgelehnte Treuhand-Modell seien aber noch offen. Eine Einigung zwischen dem kanadisch-österreichischen Zulieferer, GM und dem US-Finanzministerium war für die Bundesregierung Bedingung für ein weiteres Spitzentreffen. Nach Angaben von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte der Zulieferer neue Vorstellungen für eine Übernahme vorgelegt. Diese würden auch von der Bundesregierung geprüft. Tür für Fiat noch nicht zu Fiat teilte am Freitag mit, nicht mehr an dem Krisentreffen im Kanzleramt teilnehmen zu wollen. Der Konzern erklärte dies mit der Entwicklung der Verhandlungen. Die neuen Geldforderungen des Opel-Mutterkonzerns GM "würden Fiat dazu zwingen, Opel finanziell zu unterstützen und sich damit unnötigen und irrationalen Risiken auszusetzen", gab Fiat-Chef Sergio Marchionne bekannt. Er zeigte sich "überrascht und enttäuscht von den letzten Phasen der Verhandlungen". Fiat habe "keinen vollständigen Zugang zu finanziellen Schlüsselinformationen gehabt". Laut Steg kam die Absage Fiats nicht überraschend. Sie bedeutet laut Steg aber nicht, dass Fiat für immer als Interessent ausgeschieden ist und nicht mehr in Betracht komme. Auch Fiat selbst erklärte, für ein mögliches Übereinkommen mit GM und der Bundesregierung offen zu bleiben.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Berlin fordert Absichtserklärung – Rückendeckung für Guttenberg

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

29. Mai 2009 16:36
Turbochrissi meint:
Hallo zusammen,

in der Bundesregierung sollte doch immer noch die Frage offen sein:
"Was ist für Deutschland besser?" Ohne Opel mit ca. 150.000 -Arbeitslosen, die dann nur schwer vermittelbar wären oder mit Opel
und weiterhin Steuerzahlenden Arbeitern - wenn vielleicht auch weniger. Oder glaubt wirklich einer, dass dann Opel Mitarbeiter oder
Zulieferer-oder Händlermitarbeiter von VW, Ford, Ranault o.a. übernommen wird?

Das gemeinsame Ziel sollte doch sein Opel zu retten, ohne Profilneurosen und glasklar gerechnet, was auf Dauer für unsere
Volkswitschaft besser ist.


29. Mai 2009 13:33
bbsoh meint:
Guten Tag zusammen,
es scheint so als wollte GM Opel nicht abgeben, mir ist auch klar warum. Opel ist so wie es scheint, das einzige Unternehmen im
GM-Verbund welches große Gewinne abwirft (in den Büchern werden dann die Verluste umgebucht und auf Opel geschrieben). Ich würde mein bestes Pferd im Stall auch nicht abgeben wollen. Hier bleibt dann wohl für Opel, aufgrund der Ignoranz von irgendwelchen Top Managern in Amerika, nur der Gang zum Insolvenzrichter. Wer weiß, vielleicht ist es besser so für den deutschen Steuerzahler.

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