7-Tage-Rückblick
WEITERE AKTUELLE NACHRICHTEN
Aktuell verhandelt nur noch Magna mit GM über einen Einstieg bei Opel und die geforderte Soforthilfe.
Opel
Fiat verabschiedet sich aus Bieterrennen – Magna und GM einigen sich
Die Rettung von Opel steht auf der Kippe: Die Bundesregierung pocht auf klare Zusagen der US-Seite und der Investoren. Nach den Worten des stellvertretenden Regierungssprechers Thomas Steg will die Bundesregierung keine Opel-Rettung um jeden Preis. Bei der Übernahme von Finanzierungsrisiken habe sie sich selbst bestimmte Grenzen gesetzt. Zusätzliche Risiken seien dem Steuerzahler nicht zu vermitteln. Nach dem Ausstieg von Fiat im Bieterwettbewerb ist nur noch der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna als ernstzunehmender Kandidat im Spiel. Dieser hat sich am Freitag mit General Motors (GM) auf ein Konzept für die Übernahme des angeschlagenen deutschen Autokonzerns geeinigt. Dies bestätigten Regierungskreise am Freitag in Berlin. Über die Absichterklärung soll bei dem Opel-Spitzentreffen der Bundesregierung am Freitagabend beraten werden. Wie es hieß, hat Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei einem Gespräch mit Magna-Chef Frank Stronach die Verständigung erreicht. So sei auch eine Einigung über die Lizenzgebühren erzielt worden. Andere Fragen wie das bislang von der US-Regierung abgelehnte Treuhand-Modell seien aber noch offen. Eine Einigung zwischen dem kanadisch-österreichischen Zulieferer, GM und dem US-Finanzministerium war für die Bundesregierung Bedingung für ein weiteres Spitzentreffen. Nach Angaben von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte der Zulieferer neue Vorstellungen für eine Übernahme vorgelegt. Diese würden auch von der Bundesregierung geprüft. Tür für Fiat noch nicht zu Fiat teilte am Freitag mit, nicht mehr an dem Krisentreffen im Kanzleramt teilnehmen zu wollen. Der Konzern erklärte dies mit der Entwicklung der Verhandlungen. Die neuen Geldforderungen des Opel-Mutterkonzerns GM "würden Fiat dazu zwingen, Opel finanziell zu unterstützen und sich damit unnötigen und irrationalen Risiken auszusetzen", gab Fiat-Chef Sergio Marchionne bekannt. Er zeigte sich "überrascht und enttäuscht von den letzten Phasen der Verhandlungen". Fiat habe "keinen vollständigen Zugang zu finanziellen Schlüsselinformationen gehabt". Laut Steg kam die Absage Fiats nicht überraschend. Sie bedeutet laut Steg aber nicht, dass Fiat für immer als Interessent ausgeschieden ist und nicht mehr in Betracht komme. Auch Fiat selbst erklärte, für ein mögliches Übereinkommen mit GM und der Bundesregierung offen zu bleiben.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Berlin fordert Absichtserklärung – Rückendeckung für Guttenberg
Copyright © 1998 - 2012 AUTOHAUS online
(Foto: Clemens Bilan/ddp)
| Zurück | Artikel bookmarken | Kommentar abgeben | Artikel drucken | Newsletter-Abo | Heft-Abo |
WEITERE INFORMATIONEN
Verwandte Themen
- Opel-Krisenticker
- Opel-Händler erneuern Angebot
- Keine Einigung bei Opel-Spitzentreffen
- Opel-Betriebsrat bewertet Treffen positiv
- Opel-Bieter "erpressen" Regierung
- Opel fährt mit Magna am besten
- Magna überdenkt Plan für Opel Bochum
- Mögliche Opel-Insolvenz spaltet Koalition
- Magna und Fiat trommeln für Opel-Konzepte
- Bieterkampf um Opel eröffnet










