Donnerstag, 24.05.2012
23.04.2009
Share |
Betriebsrat

Fiat will Mehrheit an Opel

Opel steht vor einer Übernahme durch Fiat. Das sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht von "Spiegel Online". Eine entsprechende Absichtserklärung soll nach Informationen des Magazins bereits am kommenden Dienstag unterzeichnet werden. Franz konnte diesen Termin zwar nicht bestätigen: "Ich gehe aber davon aus, dass er stimmt." Die europäischen Arbeitnehmervertreter lehnen den Einstieg der Italiener ab. Sie fürchten einen massiven Stellenabbau bei Opel in Deutschland. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bestritt am Donnerstag, dass es bereits eine Vorentscheidung für Fiat als Opel-Mehrheitseigentümer gibt. "Die Bundesregierung führt Gespräche mit verschiedenen Interessenten ohne jede Vorfestlegung. Dabei geht es vor allem um eine gesunde Perspektive für die Arbeitnehmer und das Unternehmen", sagte Guttenberg in Berlin. Das "Wall Street Journal" berichtete unterdessen in seiner Online-Ausgabe, Fiat-Chef Sergio Marchionne habe vergangene Woche in Berlin Gespräche mit Guttenberg geführt. Eine mögliche Partnerschaft mit Opel machten die Italiener aber abhängig vom Ausgang der Gespräche über einen Einstieg beim US-Hersteller Chrysler, schrieb das Blatt unter Berufung auf Insider. Denn Fiat wolle mit dem Doppel-Geschäft einer der weltgrößten Autobauer werden. Fiat machte am Donnerstag keine Angaben zu seinem angeblichen Interesse. Vor wenigen Tagen hatte Fiat-Aufsichtsratschef Luca Cordero di Montezemolo die Spekulationen um ein Interesse an Opel noch zurückgewiesen: "Nein, nein, gibt es nicht." (wir berichteten) Auch bei Opel in Rüsselsheim gab es am Donnerstag keinen Kommentar: "Wir führen Gespräche mit möglichen Investoren, aber zu einzelnen Investoren sagen wir nichts." Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel dementierte auf N24, dass der Einstieg von Fiat bei Opel bereits so gut wie beschlossen sei. Ein Zusammengehen sei nicht ohne Risiken, da beide Unternehmen eine ähnliche Modellpalette hätten. Zulieferer-Lösung favorisiert Zu den Interessenten an Opel soll auch der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna gehören. Ein Einstieg von Magna würde wegen der hohen Entwicklungskompetenz des Zulieferers nach "Spiegel"-Informationen von Opel-Management und -Arbeitnehmervertretern eher begrüßt als die Übernahme durch Fiat. Offenbar seien das Management der Opel-Mutter General Motors (GM) in Detroit und das Bundeswirtschaftsministerium aber an einer schnelleren Lösung mit Fiat interessiert. Franz sagte: "GM will Opel schnell abstoßen. Die Frage der Reorganisation soll dann Fiat übernehmen." Im Gespräch als mögliche Investor sind Medienberichten zufolge auch die amerikanische Beteiligungsgesellschaft Cerberus und der russische Autobauer GAZ.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: "Brutale Konkurrenz" in allen Segmenten

 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

24. April 2009 09:41
ALU meint:
Da Fiat selber über 14.000.000.000 Euro Schulden hat, die nachkomma Schulden sind ja nur noch 300.000.000 Millionen...
Bei soviel Nullen sind wohl einige Nullen im Management bei Fiat durcheinander gekommen.
Oder sie hatten guten Kontakt zu Bankern...die haben ja sehr viel Erfahrung zum Thema...


24. April 2009 09:14
J. O. meint:
Die Konstellation mit Fiat muß sehr skeptisch betrachtet werden, getreu nach dem altem Sprichwort: "Zwei Kranke ergeben keinen Gesunden..."


24. April 2009 07:59
Eberhard Huxholl meint:
GM,Fiat,Opel,Chrysler-und wie nennt man diese Ansammlung automobilen Giftmülls? BAD BRAND ?

12 Leserbriefe (Anzeige 1 bis 3)
1 | 2 | 3 | 4

"HB ohne Filter" vom 18. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute mit den Themen: BMW-Rekorde, Fiat-Kontraste und Die Autohaus-Zukunft: Personal! MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

Professionelles Teile- und Zubehörmanagement im Autohaus

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Teile- und Zubehörlager ertragreich managen! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr