Donnerstag, 24.05.2012
22.04.2010
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Masterplan im Detail

Fiat will neues Kapitel aufschlagen

Mit 30 Milliarden Euro Investitionen weltweit, einer verdoppelten Automobilproduktion in Italien, zehn neuen Modellen sowie sechs umgestylten Versionen geht Fiat in die Offensive. Wie der Konzern am Mittwoch bei der Präsentation seines Vierjahresplans mitteilte, soll die Produktion in Italien bis 2014 von 650.000 auf 1,4 Millionen Fahrzeuge gesteigert werden. Davon seien 65 Prozent für den Export bestimmt. Der Plan sei "die einmalige Möglichkeit, mit der Vergangenheit abzuschließen und ein neues Kapitel Fiat aufzuschlagen", erklärte Fiat-Konzernchef Sergio Marchionne.

Das Automobilgeschäft, Sorgenkind des Konzerns, soll also aufgepeppt werden. Vor allem die Präsenz der Marke Fiat in der Sparte der Kleinwagen Mini und Small "wird verstärkt durch ein neues Modell pro Segment", erklärte Marchionne. Schon im kommenden Jahr werde der neue Panda sein Debut feiern, "ein Schlüssel-Modell, um die Position auf dem europäischen Markt zu halten". Für die Marke Lancia hat der Autobauer hingegen acht neue Versionen in petto, darunter sechs basierend auf Modellen des US-Herstellers Chrysler, an dem Fiat mit 20 Prozent beteiligt ist.

Im Zuge dessen sollen die Marken Chrysler und Lancia verschmelzen – das gilt zumindest für alle europäischen Märkte mit Ausnahme von Großbritannien. Lancia soll bereits im kommenden Jahr die ersten Chrysler-Modelle unter eigenem Logo verkaufen. Den Anfang machen der 300C und der Voyager. 2012 sollen Kompaktmodelle hinzukommen und 2013 ein SUV. Was die neuen Pläne für die deutschlandweit 117 Chrysler-Händler, die 85 Servicebetriebe und die 20 Chrysler-Niederlassungen bedeuten, ist bislang unklar.

Alfa wird Premium-Vollsortimenter

Auch für Alfa Romeo sieht der Fünfjahresplan Veränderung vor. Die Fiat-Tochter soll ein Vollsortimenter im Premiumbereich werden und gleichzeitig den US-Markt erobern. Auch die Fahrzeuge der Edelschmiede Maserati sollen künftig in die USA verschifft werden. Weltweit erfolgreich werden soll auch die Marke Jeep, die 2013 einen "New Cherokee" sowie einen kompakten Geländewagen einführen will.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Neuer Bereich "Fiat Industrial" – Gründer-Enkel neuer Präsident

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

23. April 2010 11:05
Ed Larvenstein meint:
"Crysler und Lancia verschmelzen" - 2 Tote zusammengelegt ergeben einen Halbtoten ?? - na wenn sich da nicht jemand verrechnet hat.


23. April 2010 10:59
Peter Hogger meint:
Ich kann mir nicht vorstellen, daß man sich einen Gefallen tut, einem Pionier im VAN-Segment, dem Chrysler Voyager, einfach ein Lancia-Emblem zu verpassen und diesen dann als "Italiener" zu vermarkten. Ebenso wird wohl ein "Charakterdarsteller" und in Blech gestantzte Darstellung des American Way of Life plötzlich als Luxux-Italiener einen schweren Weg vor sich haben. Beide Marken, sowohl Chrysler als auch Lancia, haben zwar gemeinsam daß sie größtenteils über Emotionen verkauft werden aber diese sind so unterschiedlich, wie sie größer kaum sein könnten. Auf der einen Seite das maskuline Chrysler-Design mit Größe und protziger Ami-Optik und auf der anderen Seite Lancia mit "Italienischer-Luxus-Handtäschen-Optik" ein edles und filligranes Design welches eher feminine Akzeptanz findet.
Für mich ein Schnellschuß, am grünen Tisch entschieden ohne sich der tiefgreifenden Konsequenzen im Klaren zu sein. Gratulation! So kann man gleich 2 Marken auf einmal ruinieren!


23. April 2010 09:50
Fritz Vogel meint:
Das kleine Händlernetz mit 117 Händlern und 85 Servicebetieben wird die Fusion leider nicht überleben. Die 20 Mercedes-nahen Niederlassungen werden zu Ausstellungsräumen, in denen künftig je nach Standort Mercedes NW oder GW stehen. Das Aufkleben zweier Lancia-Enbleme auf einen Chrysler wird die nach Stückzahlen kleine Lancia-Fangemeinde nicht nachvollziehen wollen. Wie ging schon die alte Bauernregel: "Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!"

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