Donnerstag, 24.05.2012
07.10.2008
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Produktionsstopp

Finanzkrise setzt Autobauer unter Druck

Die Auswirkungen der Finanzkrise zwingen auch die deutschen Autobauer zu teils massiven Produktionskürzungen. Bei der GM-Tochter Opel kommt es zu einem Fertigungsstopp in nahezu allen europäischen Werken. Lediglich im Stammwerk in Rüsselsheim, das gerade auf die Produktion des neuen Mittelklassemodells Insignia umstellt, geht die Arbeit normal weiter. In Deutschland stehen dagegen an den Standorten in Bochum mit 5.000 Mitarbeitern und Eisenach mit 1.800 Beschäftigten die Bänder für zwei bis drei Wochen still. Mit dem Schritt will Opel nach Unternehmensangaben die Produktion bis Jahresende um rund 40.000 Fahrzeuge drosseln. "Die Finanzkrise führt dazu, dass die Menschen in Europa sich beim Autokauf zurückhalten", sagte ein Opel-Sprecher am Dienstag in Rüsselsheim und bestätigte einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Besonders stark gehe der Absatz in Spanien, Großbritannien und Deutschland zurück. Den Beschäftigten werde der Arbeitsausfall unter anderem über den Abbau von Überstunden auf Arbeitszeitkonten abgegolten. Kündigungen werde es nicht geben. Der Betriebsrat befürchtet aber Lohneinbußen und Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich. Im Werk Bochum, wo 5.000 Mitarbeiter die Modelle Astra und Zafira bauen, unterbricht Opel die Produktion zwei Wochen lang bis kommenden Montag. Im thüringischen Eisenach mit 1.800 Beschäftigten sollen die Bänder vom kommenden Montag an sogar drei Wochen lang still stehen. Derzeit würden Details für die vorübergehende Stilllegung mit dem Betriebsrat besprochen. Danach seien auch leichte Lohneinbußen für Teile der Belegschaft nicht auszuschließen.

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: "Wir bauen keine Autos auf Halde"

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

08. Oktober 2008 11:32
Paul Slavowski meint:
Es ist sicherlich richtig, dass die Menschen in Deutschland durch die Finanz- und Wirtschaftskriese verunsichert sind.

Aber was mir schon häufig aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass auf der Automobilwirtschaft gerne herumgetrampelt wird. Wenn ich Sendungen oder Berichte sehe, die einer Person zeigen, wie viele Rabatte sie aus einem Geschäft schlagen können und dadurch die extrem schädliche "GEIZ IST GEIL"-Einstellung stärken, wird mir schlecht!

Denn dadurch GEHEN DIE RESTWERTE DER FAHRZEUGE IN DEN KELLER! Dann braucht man sich auch nicht mehr wundern, dass die Fahrzeuge nach drei Jahren nichts mehr Wert sind. Zudem kommt noch, dass durch die GEIZ IST GEIL-Einstellung die Händler sich mit immer knapperen Erträgen über Wasser halten müssen. Und da die Restwerte so kaputt sind, ist keine Person mehr dazu bereit, sein Fahrzeug in Zahlung zu geben und fährt es halt eben so lange, bis es auseinander fällt. Dadurch sind viele Arbeitsplätze gefährdet und Hersteller stellen die Produktion teils ein.


07. Oktober 2008 18:22
Henry Opel meint:
Halloooo Herr Franz,
Provokation?!?!?

Ich glaube es einfach nicht. Die Autos werden schon jetzt verschleudert. Es liegt Geld im Handschuhfach ohne Ende bei jedem Neuwagen. Bei manchen Herstellern werden ueber 55% aller Neuzulassungen auf den Haendler oder das Werk durchgefuehrt. Testwagen, Vorfuehrwagen, Mietwagen, Ersatzwagen, Mitarbeiterautos, Direktionswagen, von was traeumen Sie eigentlich. Die Restwerte sind am Boden, es kann fast nicht mehr ein Leasing ordentlich kalkuliert werden ohne Restwertstuetze, auch vom Hersteller.
...und der Betriebsrat spricht von Provokation.
Es gibt zu viele Autos der Massenhersteller.
BMW und Opel machen das momentan einzig richtige um Dampf vom Kessel z nehmen. Daran sollten sich die anderen, alle anderen ein Beispiel nehmen....

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