Donnerstag, 24.05.2012
15.07.2009
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Europa

Förderprogramme stabilisieren Automarkt

Nach 13 Monaten Talfahrt hat der Auto-Absatz in Europa dank staatlicher Anreizprogramme erstmals wieder angezogen. Im Juni wurden 1,46 Millionen Fahrzeuge verkauft und damit 2,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie der Verband der Europäischen Automobilhersteller (ACEA) am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Zuvor war der Neuwagenverkauf seit Mai 2008 steil gesunken. In der ersten Jahreshälfte 2009 wurden 7,4 Millionen Autos oder 11 Prozent weniger Fahrzeuge abgesetzt als ein Jahr zuvor. Mit den Juni-Zahlen verfestigte sich nach Einschätzung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) die sich seit einigen Monaten abzeichnende Bodenbildung. "Eine durchgreifende Erholung lässt sich jedoch daraus noch nicht ableiten", teilte der Branchenverband mit. In Westeuropa lagen die Pkw-Neuzulassungen um fast fünf Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. In der kompletten ersten Jahreshälfte wurden mit knapp sieben Millionen Autos jedoch zehn Prozent weniger Fahrzeuge abgesetzt als ein Jahr zuvor. Nahezu jede dritte Neuzulassung entfiel dabei auf den deutschen Markt, der im Juni ein Plus von 40 Prozent verbuchen konnte. In den übrigen Ländern Westeuropas betrug der Absatzrückgang im ersten Halbjahr 19 Prozent. In den neuen EU-Ländern verlief das Marktgeschehen im Juni weiterhin gespalten. Während das Pkw-Geschäft in der Slowakei (plus 57 Prozent) sowie in Tschechien (plus 18 Prozent) ebenfalls prämienbedingt deutlich zulegte, brach der Absatz in Rumänien (minus 61 Prozent) abermals ein. Insgesamt wurden in den neuen EU-Staaten im Juni mit knapp 79.700 Autos ein Viertel weniger Pkw verkauft als im Vorjahr. VW erobert Marktanteile Unter den großen deutschen Herstellern schnitt nach den Zahlen von ACEA die Volkswagen Gruppe im Juni erneut am besten ab. Sie verzeichnete in Europa im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 9,5 Prozent. Ihr Marktanteil lag bei 21,4 Prozent. Im ersten Halbjahr insgesamt verkaufte die Gruppe 3,1 Prozent weniger Autos als im Vorjahreszeitraum. Andere deutsche Hersteller ließen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 kräftig Federn, wie ACEA berichtete. Die BMW-Gruppe verkaufte in Europa 22,3 Prozent weniger Autos, bei Daimler lag das Minus bei 18,6 Prozent. Opel/Vauxhall büßten 17,6 Prozent ein und hatten in Europa einen Marktanteil von 7,6 Prozent nach 8,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die Ford-Gruppe setzte 8,0 Prozent weniger Autos ab. Dies geht vor allem auf die angeschlagene schwedische Tochter Volvo (minus 22,8 Prozent) zurück, während die Marke Ford 5,2 Prozent einbüßte. Der Marktanteil der Gruppe stieg jedoch von 9,9 auf 10,3 Prozent. (dpa) Weitere Details sind unten in der Downloadbox abrufbar.

 
 
 
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