Donnerstag, 24.05.2012
11.05.2010
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Unfallschadensabwicklung

Ford-Händler kooperieren mit Basler und Itzehoer Versicherungen

Seit dem gestrigen Montag arbeiten die Ford-Händler, die Basler Versicherung sowie die Itzehoer Versicherungen eng und nach gemeinsam festgelegten Regeln bei der elektronischen Unfallschadensabwicklung zusammen. Vom Grundsatz her hat man sich auf die gleichen Vereinbarungen verständigt, welche den Ford-Partnern bereits aus dem "Fairplay-Abkommen" mit dem Münchner Versicherer Allianz und der "eClaim-Vereinbarung" mit der HUK-Coburg bekannt sind. Im Kern geht es dabei um schnelle Reparaturkostenfreigaben bzw. -übernahmen, Vereinbarungen zu Lohnraten, der UPE, zu Mietwagen und dem Abschleppen. Sinn und Zweck sind deutlich beschleunigte Ablaufprozesse und Zahlungsläufe bei gleichzeitig auf beiden Seiten erheblich vereinfachten Verfahren der gesamten Unfallschadensabwicklung in puncto Arbeitszeit und Kosten.

Für die Masse der Schäden, das sind insbesondere die typischen Stadtschäden mit klarer Schuldfrage, habe sich laut Manfred Reddig, Geschäftsführer der Ford-Händler Dienstleistungsgesellschaft (FHD), dieses Kooperationsmodell "eindeutig in der Praxis bewährt". Nicht zuletzt auch deshalb, weil die beteiligten Versicherer mit den Ford-Händlern bzw. der sie vertretenden FHD keine Diskussionen über möglichst niedrige Stundenverrechnungssätze führen. Dies bestätigte für die aktuelle Kooperation vorab bereits Dieter Hack, Schadenchef der Basler Versicherung, mit dem AUTOHAUS Online am vergangenen Freitag am Rande der Tagung der Benutzergemeinschaft Audatex (BGA) in Bremen über die Vereinbarung sprach. "Das Modell der elektronischen Unfallschadensabwicklung, das Ford zuvor schon mit der Allianz und der HUK-Coburg getroffen hat, ist im Grunde genau das, was wir seitens der Versicherungswirtschaft mit den autorisierten Autohäusern anstreben – ein faires Abkommen, das beide Seiten miteinander erarbeitet haben und deshalb auch niemanden benachteiligt."

Auf Seiten der Itzehoer Versicherungen haben dieses Abkommen Vorstand Gerd Bolten und Schadenleiter Matthias Räfler abgezeichnet. "Die schlanken und schnellen Prozesse sind im Markt akzeptiert. Der Fairplay-Gedanke vereint in idealer Weise das Interesse der Kunden und Partner an einer problembereinigten, schnellen und effizienten Schadenabwicklung mit der Perspektive einer weitghehenden Prozessoptimierung im eigenen Hause", konstatiert Räfler.

ControlExpert bei Ford-Partnern akzeptiert

Nach den Worten von FHD-Geschäftsführer Manfred Reddig wird das Kooperationsmodell zur elektronischen Unfallschadensabwicklung nach gemeinsam vereinbarten Regeln und Standards "inzwischen hervorragend" von den Partnern angenommen. Insgesamt 525 Ford-Händler arbeiten laut Reddig heute bereits "aktiv" mit diesem Modell. Im AH-Gespräch nannte er  Partner, die mittlerweile "über 90 Prozent der nach diesem Regulierungsabkommen möglichen Fälle" tatsächlich nach "schlankem" Muster abwickeln. Dass zur Sicherstellung der Prozesse Überprüfungen der Regeln unverzichtbar sind, sei ebenfalls bei seinen Mitgliedsbetrieben "akzeptiert". Das dafür auch von der Basler Versicherung beauftragte Unternehmen ControlExpert in Langenfeld nehme letztlich lediglich einen Check dahingehend vor, ob die zwischen einem Versicherer und den Ford-Händlern vereinbarten Regeln und Preise auch in analoger Form angewandt werden. "Nicht mehr und nicht weniger", so Reddig.

Wie Reddig in einem Telefonat mit AUTOHAUS Online ferner durchblicken ließ, werden aktuell auch mit weiteren führenden Autoversicherern Gespräche zur elektronischen Unfallschadensabwicklung geführt, die teilweise ebenfalls bereits kurz vor dem Abschluss stehen. Damit wird mehr und mehr zur Gewissheit, was sich bereits im Herbst letzten Jahres abgezeichnet hatte: Die Ford-Organisation wird immer mehr zum Taktgeber im Markt, was schlanke Abwicklungsprozesse bei der Unfallschadensabwicklung mit klaren Vorteilen auch für die Händler anlangt. (wkp)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

17. Mai 2010 12:44
SV-Büro Wehpke meint:
Verschlankter Prozess heißt nichts anderes als keine Rechtsanwalt, kein Sachverständiger, kein Mietwagen, keine ET-aufschläge und Verzicht auf auskömmliche Entlohnung usw.. Wie kann man jemanden dazu bringen so etwas freiwillig zu akzeptieren? Fürwahr - eine Meisterleistung! Oder nicht?

Da verkauft man die Interessen der eigenen Kundschaft und die eigenen gleich mit! Stellt sich ernsthaft die Frage welche Qualifikationen solche "Entscheider" eigentlich mitbringen. Offensichtlich reicht es nicht einmal für das kleine Einmaleins.

Wen wundern da solche Pleiten wie Kroymanns, MAHAG u.a.? Wenn die so weiter machen wird es auch so weiter gehen. Da bin ich mir sicher.

Der gute Dienstleister sollte sich um die Belange seiner Kundenschaft und die eigenen kümmern - nicht um die der gegnerischen Haftpflichtversicherer.

Hier erhebt sich ja der Anschein, daß die Funktionäre von Händlerverbänden mittlerweile auf den Gehaltslisten der Assekuranzen stehen.


12. Mai 2010 15:36
Dieter Buschhorn meint:
Na dann dürfen sich die Ford-Händler vorab glücklich schätzen.Im Gegensatz zu anderen " Partnerbetieben " sollen Verrechnungssätze nicht gekürzt werden.Fragt sich nur wie lange bis Car Expert die notwendigen Daten liefert und die Versicherungen wie bei anderen " Partnern " die Daumenschrauben anziehen.Alles zur Maximierung der Gewinne von Versicherern auf Kosten der Verbraucher, bravo weiter so.


12. Mai 2010 10:01
Dipl.-Ing. Otto-Leonhard Peus meint:
...und das alles wird der Versicherungswirtschaft zu weiteren Einsparungen nach dem Motto "Geiz ist geil" dienen und deren Gewinne vergrössern. Zu erheblichen Nachteilen wird es kommen für die Reparaturbetriebe und die geschädigten Autofahrer. Partner sind (oder sollten sein)der Reparaturbetrieb und sein Kunde; diese Partnerschaft gilt es zu pflegen. Die Haftpflichtversicherung ist kein Partner (und kann es auch nicht sein), sonder ein Gegner.

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