Ford zieht wegen der andauernden Probleme auf seinem Heimatmarkt den Verkauf des schwedischen Autoherstellers Volvo weiter in Erwägung. Nach Informationen des "Wall Street Journal" (Montagsausgabe) sind die Überlegungen zu Volvo noch in einem Frühstadium. Der Verkauf habe eine 50-prozentige Chance, hieß es. Bisher habe der US-Konzern noch keine Entscheidung in dieser Sache getroffen. "Ford führt im Hinblick auf einen Volvo-Verkauf mit keinem Unternehmen Gespräche", wird ein Unternehmenssprecher zitiert. Der Sprecher verwies aber darauf, dass Ford seit vergangenem Jahr erklärt habe, man überprüfe weiterhin alle Operationen und halte nach strategischen Optionen Ausschau. Ford hatte sich bereits für 848 Mio. US-Dollar von Aston Martin getrennt (wir berichteten). Die britische Sportwagentochter gehörte wie Volvo, Jaguar und Land Rover zur Luxussparte Premier Automotive Group, die laut Zeitung seit 2004 Verluste von 4,8 Mrd. US-Dollar angehäuft hat. Über einen Verkauf von Jaguar und Land Rover wird bereits seit längerem spekuliert. Unterdessen verschärfen sich die Probleme von Ford in Nordamerika zusehends. Nach Darstellung der Zeitung fiel der US-Absatz im ersten Halbjahr um elf Prozent auf 1,37 Mio. Autos. Der Autobauer hat damit nur noch einen Marktanteil von 16,6 Prozent gegenüber 24,1 Prozent im Jahr 2000. (dpa/rp)
Ford liebäugelt weiter mit Volvo-Verkauf
Zeitung räumt Trennung 50-prozentige Chance ein / Sprecher: Derzeit keine Gespräche mit anderen Unternehmen