Donnerstag, 24.05.2012
04.11.2009
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CO2-Reduzierung

Ford setzt verstärkt auf "grüne" Antriebe
Von Bernd Dohrmann

Angesichts der CO2-Problematik intensiviert Ford sein Umwelt-Engagement. Wolfgang Schneider, Vizepräsident Ford Europe und Geschäftsführungsmitglied der Ford Werke GmbH, erklärte am Mittwoch auf einer Veranstaltung im Ford-Forschungszentrum Aachen, dass der Hersteller bis 2020 die CO2-Emissionen seiner Flotte weltweit um 30 Prozent senken wird. Neben der schon vorhandenen breiten Palette mit alternativen Antrieben (Erdgas, Autogas, Bioethanol) stünden weitere Optimierungen bei konventionellen Motoren an. Diese würden unter den Labels "Econetic" (Diesel) und – ab 2010 – "Ecoboost" (Benziner) angeboten. Schneider: "Bei allen Verbesserungen des Umweltschutzes müssen unsere Fahrzeuge aber auch die Verbraucherwünsche erfüllen: Sie müssen umweltfreundlich, komfortabel und bezahlbar sein!" Anfang kommenden Jahres erweitert Ford daher die Modellpalette um den 80 kW /1 09 PS starken Focus 1.6 Econetic mit Start-Stopp-System und nur 3,8 Litern Normverbrauch. Danach folgen 1,6- und 2,0-Liter-Ecoboost-Benziner für mehrere Modelle. Zur Elektromobilität hatte Ford auf der IAA den "Focus BEV" (Battery Electric Vehicle) gezeigt, dessen 130 PS starker Magnet-Motor seine Energie aus Lithium-Ionen-Akkus bezieht, die 120 Kilometer Reichweite bieten. 2010 will der Hersteller auf Basis dieser Technik ein elektrogetriebenes leichtes Nutzfahrzeug in den USA einführen, 2011 soll dort auch ein neues Elektroauto im C-Segment starten. In Europa rechnet Schneider mit dem Verkaufsstart von E-Mobilen "ab der nächsten Dekade". Auch neue Hybridfahrzeuge, die in den USA bald starten, schließt er für Europa nicht aus: "Es ist alles im Fluss." Der Autobauer wolle seinen globalen "CO2-Fußabdruck", in den alle CO2-Emissionen von der Herstellung bis zum Recycling subsummiert werden, "auf ein Minimum verringern". Auf der Veranstaltung wies der Klimaexperte Franz Alt auf die Notwendigkeit für deutlich mehr Klimaschutz im Bereich der Mobilität hin: "Jeden Tag werden 150 bis 180 Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich ausgerottet, jeden Tag entstehen 50.000 Hektar neue Wüsten aufgrund des Klimawandelns und jeden Tag werden 100 Millionen Tonnen CO2 emittiert – das hält die Erde auf Dauer nicht aus." Alt erläuterte, dass angesichts gestiegener CO2-Konzentration in der Atmosphäre und des damit zusammenhängenden Temperaturanstiegs um 0,8 Grad Celsius "ein schneller, kompletter Umstieg auf regenerative Energien dringend notwendig ist."

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Bis 2015 acht Dollar pro Liter Benzin?

 
 
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