Donnerstag, 24.05.2012
03.11.2009
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Wandelanleihe

Ford will frisches Kapital

Nach dem überraschenden Quartalsgewinn (wir berichteten) will sich Ford nun frisches Kapital in Milliardenhöhe verschaffen. Insgesamt sollen bis zu gut drei Milliarden Dollar in die Kasse kommen. Experten halten den Zeitpunkt für günstig: Anleger könnten an einem Einstieg bei Ford Interesse haben, weil der zweitgrößte US-Autobauer auf seinem Sanierungskurs schneller als gedacht vorankommt. Als größter Kapitalschritt werde Investoren eine Wandelanleihe von etwa zwei Milliarden Dollar angeboten, teilte das Unternehmen am Montagabend nach US-Börsenschluss mit. Der Hersteller erwägt zudem den Verkauf eigener Aktien in Höhe von bis zu einer Milliarde Dollar. Die Anleihe kann noch um bis zu 300 Millionen Dollar aufgestockt werden. Sie läuft bis 2016 und kann letztlich in Ford-Aktien, Bargeld oder eine Kombination davon getauscht werden. Einem Teil seiner Gläubiger bietet Ford zudem eine Umschuldung zu verbesserten Konditionen an: Die Fälligkeit eines Kredits soll von 2011 auf 2013 verlängert werden. Dafür ist der Autobauer bereit, höhere Zinsen und Gebühren zu zahlen. Nein der Belegschaft zu Sparrunde offiziell Unterdessen hat sich die US-Belegschaft gegen weitere Einschnitte ausgesprochen. Die Beschäftigten brüskierten ihre eigene Gewerkschaft UAW und votierten mit großer Mehrheit gegen eine mit der Ford-Spitze vor fast drei Wochen vorläufig vereinbarte neue Sparrunde. Die Ablehnung hatte sich in den vergangenen Tagen schon als sicher abgezeichnet. Am Ende hätten je nach Berufsgruppe bis zu 75 Prozent gegen das Abkommen gestimmt, räumte die Gewerkschaft am Montag ihre heftige Niederlage in den eigenen Reihen offiziell ein. Durch die weitere Sparrunde wollte Ford bei den Arbeitskosten mit den Wettbewerbern gleichziehen - etwa durch das Einfrieren von Einstiegslöhnen. Die Konkurrenten hatten die Zugeständnisse der Belegschaft in ihren Insolvenzverfahren erzwungen. Der für die Verhandlungen zuständige Ford-Vizepräsident Joe Hinrichs zeigte sich enttäuscht. Der Konzern werde mit der UAW nun die nächsten Schritte diskutieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. (dpa)

 
 
 
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