Freitag, 25.05.2012
16.02.2010
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Opel-Betriebsrat

Franz hält GM-Pläne für nicht zukunftsfähig

Die Pläne des Managements zur Sanierung von Opel sind nach Einschätzung des Betriebsrats nicht zukunftsfähig. Dennoch sei die Belegschaft unter bestimmten Bedingungen weiterhin zu einer finanziellen Beteiligung bereit."Der Sanierungsplan ist nicht unterstützungsfähig und birgt enorme Risiken für Opel", zitierte das "Handelsblatt"» am Dienstag in seiner Online-Ausgabe aus einem Brief von Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz an Opel-Chef Nick Reilly. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Franz, der Betriebsrat sei weiter davon überzeugt, dass beide Seiten an den Verhandlungstisch zurück müssten. Dort sei allerdings Kompromissbereitschaft gefragt. "Herr Reilly darf nicht mit dem Kopf durch die Wand", forderte Franz. Die Bundesländer mit Opel-Werken wollen derweil das Tempo erhöhen. In einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordern die Ministerpräsidenten die Bundesregierung zur Aufnahme von Verhandlungen zur Sanierung des Autobauers auf. Es müsse so schnell wie möglich eine "grundsätzliche Entscheidung über die Unterstützungsmöglichkeiten für Opel getroffen werden". Zuletzt hatte Reilly die Belegschaft mit Alleingängen brüskiert – unter anderem, als er einen Sanierungsplan vorstellte, ohne diesen zuvor mit der Arbeitnehmerseite abzustimmen. Das Management verlangt von den Mitarbeitern einen Sanierungsbeitrag von jährlich 265 Millionen Euro in den Jahren 2010 bis 2014. Nach dem Bericht des "Handelsblatts" fordert Franz in einem Acht-Punkte-Katalog u.a. ein Zukunftskonzept für den von der Schließung bedrohten Standort Antwerpen, eine größere Eigenständigkeit von Opel oder den uneingeschränkten Zugriff auf das notwendige geistige Eigentum. Zudem fehlten in dem Konzept Pläne, die Umsätze außerhalb Europas zu steigern. Länder wollen Start der Verhandlungen Opel hofft auf Staatshilfe in Milliardenhöhe. Allein der Bund und die vier Bundesländer mit Opel-Standorten sollen demnach 1,5 Milliarden Euro schultern. Ein formeller Antrag auf Gewährung von Bundesgarantien unter Einbeziehung von Landesgarantien liege vor. In dem vorliegenden Schreiben der Ministerpräsidenten von Thüringen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen wird darauf verwiesen, dass parallel zur Prüfung des Opel-Antrags im Bürgschaftsausschuss Abstimmungsgespräche auf politischer Ebene geführt werden sollten. (dpa)

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

17. Februar 2010 08:41
Jörg-Uwe Banach meint:
Wenn das schon der Betriebsrat in all seiner betriebswirtschaftlichen Kompetenz sagt, dann gibt es nur eine Alternative: Abwickeln, bevor noch unsere Steuergelder in den USA abgebrannt werden! Aufgrund seiner durchdachten Strategie wird Herr Franz mir da sicherlich zustimmen... oder?


16. Februar 2010 18:10
R. Schultz meint:
Auch Herr Franz verliert seinen Job, wenn Opel nicht mehr existiert. Er sollte nicht nur blockieren, sondern endlich mit seinem Arbeitgeber zusammenarbeiten.
Ich bin Mitarbeiter in einem Opel-Vertragsbetrieb und muss wirklich gestehen, dass ich dieses Hick-Hack nicht mehr ertragen kann. Die Außenwirkung ist fatal, getoppt wird dieser Schlagaustausch nur noch durch unsere jetzt regierende Koalition. Das Credo beider Partner, ob in der Politik wie bei Opel. Immer schön gegeneinander und vor allem in der Öffentlichkeit!!!


16. Februar 2010 17:11
Dieter Herl meint:
Die ständig, bereits über einen langen Zeitraum, in einer unvorstellbaren Breite geführten Disskussionen("Hickhack")werden, wenn damit nicht langsam Schluss ist, dazu führen, dass trotz bereits vorhandener guter Produkte, Opel immer mehr potentielle Kunden an Wettbewerber verliert, welche auch "saniert" werden müssten. Irgend wie sind diese entweder aber geschickter oder aber die Presse und Medien haben kein Sinn für ausgleichende Gerechtigkeit mehr.
An die gesamte Opelführungsspitze sollte man den Apell richten dürfen:

Rauft Euch hinter schalldichten und verschlossenen Türen, nicht mehr allzu lang und kommt erst wieder an die Öffentlichkeit mit einem wirklich tragfähigen Konzept. Diese Machtspiele werden dazu führen, dass Opel bald nicht mehr zu retten ist.
Schuldige allein sind hier sicher nicht zu benenen. Es scheint sich das Unvermögen breit zu machen,betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten immer wieder mit auch durchaus nachvollziehbaren "Ansprüchen" einzelner überlisten zu wollen.

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