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Opel-Sanierung
Franz zweifelt an GM-Bonität
Der Opel-Betriebsrat traut der US-Mutter General Motors (GM) nicht zu, die Sanierung des deutschen Autobauers aus eigenen Mittel zu stemmen. "Diese Geschäftemacher im GM-Verwaltungsrat haben auf Basis von erwarteten 1,2 bis 1,4 Milliarden Euro Staatshilfen aus europäischen Ländern die Entscheidung getroffen, Opel nicht zu verkaufen. Jetzt muss (GM-Europachef Nick) Reilly lostappern und überall sagen, gebt mir mal Geld", sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz am Freitag in Frankfurt. Um einen Subventionswettlauf der Länder zu verhindern, hat EU-Industriekommissar Günter Verheugen die Wirtschaftsminister der EU-Länder sowie GM-Manager am kommenden Montag (23. November) nach Brüssel geladen. Bei dem Treffen will Reilly den Regierungen die vorläufige Fassung des Sanierungsplans vorlegen. Franz erwartet von den Standort-Ländern, dass sie beraten, wer wie viel Geld geben möchte. Dabei müsse vermieden werden, dass einzelne Länder wegen ihrer Zusagen bevorzugt werden. Mit Entscheidungen ist aber nicht zu rechnen, da GM den endgültigen Plan erst Mitte Dezember vorlegen will. GM will die Fixkosten nach bisherigen Plänen in Europa um 30 Prozent und die Kapazität um 20 bis 25 Prozent reduzieren. Der US-Konzern geht davon aus, das die Opel-Vauxhall-Sanierung 3,3 Milliarden Euro kosten wird. "Wie sie die zwei Milliarden Euro selbst aufbringen wollen, weiß ich nicht", sagte Franz. Einige Medien hatten berichtet, GM wolle die Restrukturierung komplett über Staatshilfen finanzieren. Reilly auf Betteltour Reilly hatte diese Woche in Polen, England, Belgien und Spanien für Unterstützung geworben. Bisher sei dort aber kaum Bereitschaft zu erkennen, sich in dem von GM erhofften Umfang zu beteiligen, sagte Franz. "Polen hat kein Geld und gibt keins, in Spanien wird es nicht annähernd so viel geben, wie GM erhofft." In Belgien liegen zwar weiterhin die versprochenen Staatshilfen über 500 Millionen Euro auf dem Tisch – dieses Geld wird aber kaum fließen, wenn GM den Standort wie bisher geplant schließt. "In England unterbreitete Reilly ein Angebot zulasten von Rüsselsheim, um an Staatsgelder zu kommen." Diese Offerte werde der Betriebsrat nicht mittragen.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Lohnverzicht: "Rechnung ohne den Wirt gemacht"
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(Foto: Torsten Silz/ddp)
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