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Schlechte Nachrichten für Händler: Der Anteil des Privatmarkts beim GW-Kauf legte 2008 von 43 auf 45 Prozent zu.
DAT-Report 2009
Gebrauchte werden wieder häufiger privat gekauft
Gebrauchtwagen werden wieder häufiger privat gehandelt. Zudem spielt das Internet beim Kauf eine immer wichtigere Rolle. Der Anteil des Privatmarkts legte vergangenes Jahr von 43 auf 45 Prozent zu. In den vorhergehenden Jahren war der Anteil der privaten Verkäufe im Vergleich mit Autohändlern noch gesunken. Nach Berechnungen des DAT-Reports 2009, den die Deutsche Automobil Treuhand am Mittwoch in Ostfildern bei Stuttgart vorstellte, führte das Internet zu mehr als 20 Prozent der Gebrauchtwagenkäufe. 2007 hatte der Wert noch bei 15,5 Prozent gelegen. Insgesamt war 2008 kein gutes Jahr für den Autohandel – bei Neuwagen wie bei Gebrauchten schrumpften die Zulassungszahlen. Neuanmeldungen und Besitzumschreibungen addierten sich zu 9.202.404 Pkw-Gesamtzulassungen – gegenüber 2007 ein Minus von 2,2 Prozent. Die Wirtschaftskrise, hohe Kraftstoffpreise sowie die Klimadiskussionen hätten die Autofahrer beunruhigt, sagte DAT-Chef Volker Prüfer. "Das laufende Jahr wird dank der Umweltprämie einen Hauch über 2008 liegen, aber die Prämie verhindert eigentlich nur den völligen Zusammenbruch." Der durchschnittliche Gebrauchtwagenpreis stieg im vergangenen Jahr von 8.400 auf 8.690 Euro. Trotz des Rückgangs bei den Halterwechseln kletterte der GW-Umsatz von 52,60 auf 53,11 Milliarden Euro. Von diesen Gesamterlösen entfielen 29,08 Milliarden Euro (54,8 Prozent) auf den Neuwagenhandel, 15,73 Milliarden (29,6 Prozent) auf den Privatmarkt und 8,30 Milliarden (15,6 Prozent) auf den Gebrauchtwagenhandel. Gegenüber 2007 hätten damit der Privatmarkt (plus 0,5 Prozent) und besonders der Gebrauchtwagenhandel (plus 9,6 Prozent) ihren Umsatz steigern können, hieß es. NW-Händler hätten dagegen mit minus einem Prozent deutlich verloren. Im NW-Geschäft konnte der leicht auf durchschnittlich 25.990 Euro gestiegene Fahrzeugpreis das durch die rückläufigen Neuzulassungen bedingte Umsatzminus dagegen nicht kompensieren. Die Erlöse aus dem Verkauf neuer Pkw sanken auf 80,31 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von rund 1,8 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Allgemein etabliere sich der Gebrauchtwagen bei den Kunden immer stärker als NW-Alternative, hieß es.
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(Foto: Jörg Schwieder/AUTOHAUS)
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