Donnerstag, 24.05.2012
29.10.2009
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Verkaufsgespräche

Geely will Volvo in China anschieben

Nach der geplanten Übernahme von Volvo will der chinesische Autobauer Geely der schwedischen Traditionsmarke bei seiner Expansion auf dem größten Automarkt der Welt in China helfen. Das gegenwärtige Management, die Fabriken und das Vertriebsnetz sowie die Kooperation mit den bisherigen Partnern solle beibehalten werden, versicherte der Sprecher der Zhejiang Geely Holding, Yuan Xiaolin, am Donnerstag in Peking. Er machte deutlich, dass nicht mit einem schnellen Abschluss der Verhandlungen mit dem amerikanischen Volvo-Eigner Ford zu rechnen sei. "Es ist schwer zu sagen, wie viel Zeit nötig ist, um ein endgültiges Ergebnis zu erzielen", sagte Yuan Xiaolin. Es gebe noch viel zu tun. "Ford und Geely haben noch keine endgültige Entscheidung getroffen." Zu Spekulationen, dass Ford schon Montag bei der Vorlage seiner Quartalsergebnisse den Verkauf verkünden würde, wollte sich der Sprecher nicht äußern. Informierte chinesische Kreise hielten eine derart schnelle Ankündigung für "unmöglich". Der US-Konzern, der Geely am Mittwoch als "bevorzugter Bieter" eingestuft hatte, könne höchstens einige Fortschritte bei der angestrebten Transaktion mitteilen - "aber mit Sicherheit nicht das endgültige Ergebnis". Der Geely-Sprecher warb für die Kooperation der angeschlagenen schwedischen Marke mit Geely und verwies auf den Markt in China, wo trotz der weltweiten Wirtschaftskrise in diesem Jahr schätzungsweise rund 30 Prozent mehr Autos verkauft werden. "Wir werden unsere profunden Kenntnisse vom chinesischen Markt einsetzen, um Volvos Wettbewerbsfähigkeit in diesem wichtigen Markt zu verbessern, was Volvo mehr Chancen und Vorteile bringt." Geely wolle die Produktionsstätten beibehalten und hoffe, dass das gegenwärtige Volvo-Management in Göteborg seine Arbeit fortsetze. "Wir hoffen, dass sie ihre Erfahrungen und Fähigkeiten einsetzen, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern", sagte der Sprecher der Geely Holding. Die Geely-Aktie stieg wegen der Aussichten für die Kooperation mit Volvo am Donnerstag um rund zwei Prozent, obwohl der Hang Seng-Index um 2,3 Prozent nachgab. (dpa)

 
 
 
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