Donnerstag, 09.02.2012
27.08.2010
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6. AUTOHAUS-Schadenforum

Geschäfte zwischen Dumping, Fairplay und Wahnsinn!

45 oder 185 Euro – wo liegt die Wahrheit beim Karosserie-Stundenverrechnungssatz? So wird eine der zentralen Fragen heißen, mit denen sich das 6. AUTOHAUS-Schadenforum (25. und 26. Oktober 2010 in Potsdam) beschäftigt. Gibt es für Autohäuser und K&L Werkstätten wirkliche, faire Partner im Schadenmanagement? Oder ist der Reparaturbetrieb nicht nur, wie es ZKF-Präsident Fritz Nagel in der Vergangenheit wiederholt formuliert hat, derjenige Partner, der lediglich (für den anderen) schafft? Noch dazu zu Konditionen von heute mancherorts noch üblichen 45 oder 48 Euro! Ein Verrechnungssatz, der übrigens im gestrigen Spitzengespräch zwischen Vertretern aus den Vorständen des Schadensteuerers Innovation Group und des Bundesverbandes der Partnerwerkstätten e.V. (BVdP), also hier von Unternehmerseite, rundherum kategorisch abgelehnt wurde. Übereinstimmender Tenor: Alles ab 60 Euro abwärts ist, egal wo auch immer innerhalb der Bundesrepublik, mittelfristig existenzgefährdend und -vernichtend!

Das ist die eine Seite. Eine andere, die ebenfalls gestern vorab in der AUTOHAUS SchadenBusiness-Redaktion mit den IG- und BVdP-Vorständen diskutiert wurde: Karosserie-Verrechnungssätze von bis 185 Euro, die sich seit dem Vorjahr in diversen (der Redaktion aus der Versicherungswirtschaft heraus namentlich benannten) Markenbetrieben etabliert wurden, sind Wahnsinn und der Beginn eines neuerlichen Preis-Wildwuchses in eine ebenfalls falsche Richtung, die am Ende genauso Existenzbedrohung zur Folge haben kann!

ControlExpert liefert in Potsdam Ist-Zahlen aus dem Markt

Exklusiv für das 6. AUTOHAUS-Schadenforum wird in diesem Zusammenhang Dipl.-Ing. Gerhard Witte, Geschäftsführer des Langenfelder Prozessdienstleisters ControlExpert, über Kostenentwicklungen im Kfz-Reparatur- und -Wartungsmarkt berichten. Wartungskosten, Ersatzteilpreise, Echt-Stundenverrechnungssätze, Zahlen zum Scheiben-/Autoglasmarkt: Alles kommt dabei einmal authentisch zur Sprache und wird auch markenspezifische Unterschiede beinhalten. Ebenfalls eng an der Praxis angelehnt wird der Vortrag von Unternehmensberater Dr. Andreas Hennemann zu "Stundenverrechnungssatz und Schadenstückkosten" sein.

Mit Prozessbeschleunigung und -optimierung in der Fahrzeuglackierung setzt sich schließlich ein weiterer Top-Experte aus der Praxis, Arkadius Fiedorowicz, von NEXA Autocolor auseinander, ergänzt durch einen weiteren Vortrag von Stefan Höslinger (!HEPP Unternehmensberatung), der sich mit Markttrends zur technologischen Effizienzsteigerung in der Unfallreparatur beschäftigen wird.

Im Guerilla-Kampf zum fairen Stundenverrechnungssatz

Dass Schadensteuerung indes selbst für ein markengebundenes Autohaus zu einem wichtigen betrieblichen Erfolgsfaktor mit "absolut auskömmlichen" Stundenverrechnungssätzen jenseits von Dumping hier und Wahnsinn dort sein kann, wird in Potsdam Serviceleiter Thomas Wagner aufzeigen, der in der Autohaus-Falter-Gruppe (Mercedes-Benz) "beidseits gute" Geschäfte selbst mit Versicherungen macht, die in der jüngeren Vergangenheit für manche Organisationen und Werkstätten noch als "rotes Tuch" galten. Wagner gehört der Geschäftsleitung des MB-Partners an und hat federführend die heute für seine Unternehmensgruppe gültigen Verträge mit verschiedensten Versicherungen verhandelt. Ein vitaler, lebensnaher Vortrag ist zu erwarten, der aufzeigen wird, dass faire Schadensteuerung im Vorfeld konsequentes Handeln des Autohauses voraussetzt und durchaus ein wenig auch mit einem "Guerilla-Straßenkampf" gemein haben kann, bis tatsächlich faire Partnerschaft und Vertrauen erwächst!

Partnerwerkstätten: Unternehmer oder lediglich Lieferanten?

"Schadensteuerung zwischen Macht und Verantwortung" lautet schließlich der thematische Aufschlag, den IG-Vorstandsvorsitzender Matthew Whittall und sein Vorstandskollege Steffen Struwe auf dem 6. AUTOHAUS-Schadenforum geben werden. Insbesondere stellen sie sich der Frage, wie wichtig Stundenverrechnungssätze wirklich sind, ob Partnerwerkstätten als Unternehmer oder lediglich Lieferanten zu betrachten sind und wo generell aus Sicht des (neben der HUK-COBURG) größten Schadenvermittlers die Zukunft der Schadensteuerung in Deutschland liegen wird.

Die BVdP-Vorstände Robert Paintinger und Christian Hoog werden von Seiten der Werkstätten den Blickwinkel verständlicherweise auf die neu geschaffene Interessenvertretung für deutsche Partnerbetriebe im Schadenmanagement richten, auf Entwicklungen, Zielsetzungen und Organisationsformen eingehen und ihren Fokus klar auf die "Existenzsicherung für die K&L Betriebe" lenken.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Der 200.000-Schäden-Steuerer aus Coburg

 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

29. August 2010 15:47
Dipl.-Ing.Otto-Leonhard Peus meint:
...da werden sicherlich bei diversen Beteiligten (Partnern?) hinterher deutliche Würgemahle am Hals erkennbar werden...

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