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Nach einem Zeitungsbericht soll die Insolvenz des drittgrößten US-Autobauers Chrysler am Donnerstag bekannt gegeben werden.
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Gespräche um Chrysler-Rettung gescheitert
Die Gespräche über eine Rettung des US-Autobauers Chrysler ohne Insolvenzverfahren sind laut einem Zeitungsbericht gescheitert. Ein Insolvenzantrag noch am Donnerstag sei nun so gut wie sicher, berichtete das "Wall Street Journal" in der Online-Ausgabe unter Berufung auf informierte Personen. Eine Insolvenz des Kleinsten unter den "Big Three" der US-Autobranche wäre eine beispiellose Zäsur, müsste jedoch nicht das Ende von Chrysler bedeuten. Die Regierung gehe davon aus, Chrysler schnell durch eine Insolvenz zu bringen und den italienischen Fiat-Konzern einsteigen zu lassen, schrieb die Zeitung weiter. Alles könne möglicherweise binnen Wochen geregelt werden, hieß es unter Berufung auf Regierungsvertreter. Allerdings öffnet der Gang zum Insolvenzrichter auch eine neues Feld von Unwägbarkeiten. Gläubiger oder auch Chrysler-Händler könnten das Verfahren mit eigenen Forderungen behindern. Die Regierung hatte sich schon seit Wochen auf eine Chrysler-Insolvenz vorbereitet. Fiat ist zwar bereit, bei dem maroden US-Autobauer einzusteigen und mit der Zeit auch eine Mehrheit zu übernehmen – will dabei aber kein Geld investieren. Insofern galt der Gang zum Insolvenzrichter bereits seit einiger Zeit als nötige Zwischenstufe, bevor die Italiener Chrysler in die Hand nehmen. US-Präsident Barack Obama hatte noch am Mittwoch Hoffnung auf ein Weiterbestehen des Herstellers gemacht. Die Gespräche über eine Rettung ohne Insolvenzverfahren seien daran gescheitert, dass Gläubiger nicht in dem Maße auf ihre Ansprüche verzichten wollten wie es Washington verlangte, schrieb das "Wall Street Journal". Chrysler schuldet den gut 45 Banken und Hedgefonds 6,9 Milliarden Dollar. Die Regierung wollte die Verbindlichkeiten dem Bericht zufolge zuletzt auf maximal 2,25 Milliarden Dollar drücken.
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(Foto: Joerg Koch/ddp)
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