Freitag, 25.05.2012
26.03.2009
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Reaktionen

Geteiltes Echo auf Prämien-Aufstockung

Die Ankündigung der Bundesregierung, die staatliche Umweltprämie für Altautos aufzustocken, hat in der Autobranche, bei Experten, Politikern und Geschwerkschaftern unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Nach dem Deutschen Gewerbe (wir berichteten) und dem ADAC begrüßte am Donnerstag auch der Verband der Internationalen Automobilhersteller (VDIK) die geplante Ausweitung. "Das ist die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt", sagte VDIK-Präsident Volker Lange in Leipzig. Die Maßnahme werde dazu beitragen, die Auto-Konjunktur zu stabilisieren sowie Arbeitsplätze bei den Herstellern und den Zulieferern zu erhalten. Sie diene außerdem dem Klimaschutz. Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) unterstützt ebenfalls die Aufstockung. "Die Abwrackprämie ist als konjunkturstimulierendes Mittel sehr erfolgreich", sagte er der "Frankfurter Rundschau" (Donnerstag). Auch IG-Metall-Chef Berthold Huber feierte die Umweltprämie als Erfolgsmodell: "Sie verschafft Zeit für die Bewältigung der strukturellen Probleme der Branche und die Sicherung von Beschäftigung." Laut dem Autoexperten Willi Diez können mit der Abwrackprämie "etwa 20.000 Arbeitsplätze in Deutschland bei Herstellern, Zulieferern und Händlern gesichert werden". Freude auch bei den markenungebundenen Autohändlern: Damit bleibe der befürchtete Ärger aus, wenn der Prämientopf abrupt leer gewesen wäre, so Ansgar Klein, Präsident des Bundesverbands freier Kfz-Händler. CDU-Mittelstandspolitiker Michael Fuchs sagte dagegen im NDR: "Ich bin der Meinung, es ist genug." Auch andere Branchen seien notleidend. FDP-Vize Rainer Brüderle warnte, einem Plus bei den Neuwagenhändlern stehe ein Minus bei den Gebrauchtwagenhändlern gegenüber. Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin warb um mehr Geld für den öffentlichen Nahverkehr. Der Naturschutzbund NABU monierte, die Hilfe sei nicht an Umweltkriterien wie den Verbrauch gebunden. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sprach von einem Strohfeuer. Nach der Abwrackprämie werde ein sehr großer Einbruch kommen.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Böser Kater nach der Abwrackparty?

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

29. März 2009 19:30
F.Fehling meint:
Natürlich wird nach Ablauf der Abwrackprämie der nüchternde Alltag im Automobilhandel wieder einkehren.
Viele Neuwagenhändler und Automobilhersteller haben von der Abwrackprämie profitiert und danach werden die Gebrauchtwagenhändler profitieren und die Autos die unter der Abwrackprämie fielen, werden dann einen deutlichen Anstieg im Verkaufspreis machen,weil diese Autos fehlen.
Viele Käufer haben sich von den 2.500,-€ Abwrackprämie blenden lassen und müssen sogar einen Kredit aufnehmen um das neue Fahrzeug zu finanzieren.
Wenn sie den Kredit nicht mehr zurück zahlen können,ist das Auto weg und die Bank fordert ihr geliehendes Geld auf gerichtliche Weise zurück.
Viele Neuwagenkäufer haben dies nicht genau durchdacht.
All dieses wird sehr tiefe Spuren hinterlassen.
Unsere Autoexperten denken anscheinend nur von A nach B und nicht weiter.
Die Autoverwerter nehmen schon keine Altauots,die unter der Abwrackung laufen,nicht mehr an.
Für mich persönlich ist das ein Strohfeuer.


27. März 2009 09:24
Patrick meint:
Die Streichung der Abwrackprämie hat in Ländern wie Spanien den Dominoeffekt des Markteinbruchs (-49%) verstärkt. Man wird diese Prämie zumindest solange die Krise andauert weiterzahlen müssen, wobei es ja hier nicht um eine wirkliche AUsgabe handelt, da die Mehrausgaben ja den Mehreinnahmen von MWST, Umstaztsteuer etc. etc. gegenüberstehen.

Es ist mit Sicherheit besser diese Prämie zu zahlen, als 25.000 - 30.000 Arbeitslosengeld, und in absehbarer Zukunft Sozialhilfe zu zahlen.

Mit Sicherheit wird der kater kommen, jedoch sollte man die "Katze" solange zähmen, bis sie am wenisgten beisst, also bei Beginn einer Erholung der Wirtschaftslage.

Das Problem von Mercedes oder B;W iegt ja ganz anders, da diese Unternhemen viele Autos auf dem Firmenmarkt verkaufen, diese werden sich aber mit der Neuanschaffung von Fahrzeugen dieses und auch nächstes Jahr zurückhalten. Es ist in meinen Augen eh und eh fraglich, ob man einen Hersteller der weit mehr als eine Million Autos verkauft noch Premiummarke nennen sollte. Die Philosophie einen mercedes für jedermann ist auf Dauer sowieso nicht aufrecht zu erhalten, und kann auch gar nicht sein


26. März 2009 20:08
Regenschirm meint:
Bloß gut das der selbsternannte "Autoexperte" Professor D. es wieder ganz genau weiß...

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