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Gewerkschaften geißeln Continental-Spitze
Mit Blick auf Stellenabbau und Verlagerung von Jobs ins Ausland haben Gewerkschaften der Führung des Autozulieferers Continental eine "zynische" Unternehmenspolitik vorgeworfen. Vorstandschef Manfred Wennemer setze einseitig auf Profitmaximierung, die Beschäftigten dagegen müssten "bluten", kritisierten Arbeitnehmervertreter am Donnerstag in Hannover am Rande der Conti-Hauptversammlung. Bis zu 3.000 Jobs in Deutschland seien bedroht. Mehrere hundert Beschäftigte protestierten gegen die Unternehmenspolitik. Wennemer wies die Vorwürfe zurück. Der Sprecher der Gewerkschaft IG BCE, Peter Wind, forderte eine Vereinbarung über die Sicherung der Standorte in Deutschland. Niedersachsens IG Metall-Chef Hartmut Meine sagte, die Gewerkschaften hätten nichts gegen Rekordgewinne. Auf der anderen Seite aber erhöhe Continental den Druck auf die Beschäftigten. So wolle das Unternehmen die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich unternehmensweit einführen und drohe andernfalls mit der Verlagerung von Jobs etwa nach Osteuropa. Conti-Chef Wennemer sagte, die Proteste von Gewerkschaft und Betriebsrat seien für ihn nicht nachvollziehbar. "Falsche Parolen werden, egal wie oft wiederholt, dadurch nicht richtig." Von den 30.000 Conti-Mitarbeitern in Deutschland hätten sich nur wenige an der Protestaktion in Hannover beteiligt. Der Manager betonte, um wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse das Unternehmen auch weiter auf effektive Prozesse und Kosten achten. Damit verbunden sei auch eine Verlagerung von Jobs ins Ausland. "Stillstand" bedeute Rückschritt. Der Zulieferer wolle aber nicht wie andere deutsche Unternehmen als "Tochtergesellschaft eines chinesischen Konzerns enden". Continental hatte 2004 erneut Rekordergebnisse bei Umsatz und Gewinn eingefahren (wir berichteten). Wennemer bekräftigte, im laufenden Jahr peile das Unternehmen neue Spitzenwerte an. (dpa)
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