14.12.2012
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Gewinneinbruch
Volkmar Denner
 

Volkmar Denner: "Vorsichtige Kostenplanung für flacheren Wachstumspfad" kam zu spät.

Rückläufige Konjunktur belastet Bosch

Der Technologiekonzern Bosch hat die rückläufige Konjunktur nach eigenen Angaben zu lange unterschätzt und muss nun mit Gewinneinbrüchen rechnen. Bosch-Chef Volkmar Denner schwor die Belegschaft in einem Schreiben auf harte Zeiten ein. "Wir haben uns zu lange der Hoffnung hingegeben, die geplanten Umsätze zu erreichen, anstatt uns mit einer vorsichtigen Kostenplanung auf einen flacheren Wachstumspfad vorzubereiten", schrieb Bosch-Chef Volkmar Denner in der Firmenzeitung "Bosch-Zünder". "Dies alles belastet unseren Gewinn erheblich." Zahlen nannte er nicht.

Der weltgrößte Autozulieferer hatte 2012 ursprünglich ein Wachstum von drei bis fünf Prozent in Aussicht gestellt. Bereits Mitte des Jahres hatte Bosch allerdings von zunehmenden Wachstumsrisiken gesprochen, weil die Finanzkrise bereits auf das Geschäft gedrückt habe. 2011 hatte Bosch mit 51,5 Milliarden Euro einen Rekordumsatz gemacht. Unter dem Strich blieben 1,8 Milliarden Euro als Gewinn.

"Einige Bereiche sind besonders hart vom wirtschaftlichen Einbruch in Südeuropa und der schwachen Entwicklung in Südamerika betroffen oder sehen konjunkturellen Bremsspuren entgegen", schrieb Denner in der Firmenzeitung weiter. Hinzu kämen Probleme in der Solarsparte. Die Situation in der Photovoltaik sei "äußerst schwierig", erklärte Denner. Bosch hatte zuletzt angekündigt, gegen Ende des Jahres über die Zukunft der Sparte entscheiden zu wollen. Ein zugehöriger Standort in Erfurt muss wegen der Probleme Ende Dezember dichtmachen.

Mitarbeiter auf anstehenden Sparkurs vorbereiten

Denner bereitete die Mitarbeiter zugleich auf einen anstehenden Sparkurs vor. Es sei nicht gelungen, die "Fixkosten schnell genug an die rückläufige Konjunktur anzupassen", räumte er ein. "Hier müssen wir korrigierend eingreifen, da wir 2013 nicht mit einer durchgreifenden Erholung rechnen." (dpa)

 
 
 
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