Mittwoch, 08.02.2012
28.06.2010
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Frage der Woche

Gewinner des Opel-Dramas?

Nach eineinhalb Jahren herrscht im Zerren um Staatshilfe für Opel Klarheit. Die US-Mutter General Motors (GM) stemmt die Sanierung des Rüsselsheimer Autobauers aus eigener Kraft. AUTOHAUS Online wollte in der vergangenen Woche von seinen Lesern wissen, wer der Gewinner des quälend langen Verfahrens ist.

Nach Meinung von 39 Prozent der Umfrage-Teilnehmer konnte keiner der Beteiligten Profit aus dem Opel-Poker schlagen. 37 Prozent erachten es als positiv, dass der deutsche Steuerzahler verschont geblieben ist. GM ist für zwölf Prozent der große Nutznießer, Opel für neun Prozent. Lediglich drei Prozent der User meinen, dass sich die Bundesregierung vorteilhaft aus der Affäre gezogen hat. Insgesamt wurden 2.788 Stimmen gezählt. (AH)

Was denken Sie: Wie viel Kredit hat Opel durch die jahrelange Hängepartie beim Kunden verspielt? Wird die Restrukturierung eine Erfolgsgeschichte? Wird der Hersteller in schlechten Zeiten wieder nach dem Staat rufen? Schreiben Sie uns einen Kommentar! Sie finden die Funktion wie gewohnt unterhalb des Artikels.

 
 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

29. Juni 2010 19:01
Claus Hitzel meint:
Opel atmet durch!
Nach dem unwürdigen Gezerre um finanzielle Unterstützung, kann sich Opel jetzt wieder auf das laufende Geschäft und die Zukunft konzentrieren. Opel ist auf dem richtigen Weg und hat genug Pfeile im Köcher um seine Kunden in den nächsten Jahren zu begeistern. Modellpolitik und Produktqualität stimmen. Die Opel-Mitarbeiter sind hoch motiviert. Es wird eine Erfolgsstory!
mfg


29. Juni 2010 12:56
E. Kühlwetter (wallibelli) meint:
Größter Gewinner ist GM. Weil die Tochter Opel, GM's größter und bester Thinktank in Bezug auf Zukunftsautos während der Konkursverfahrenszeit nach Chapter 11 überlebt hat.

Gewinner und Verlierer ist Opel. Opel hat für's erste überlebt, dabei sich gleichzeitig heftige Schrammen eingehandelt: Zeitverlust, Entscheidungsvakuum, Imageverlust, noch geringere unternehmerische Freiheiten als vorher und nicht zu vergessen Mitarbeiterverlust.

Weder Gewinner noch Verlierer ist der Staat. Er hat seinen Kredit
pünktlich und mit ordentlicher Verzinsung zurückbekommen, was bei etlichen Banken mit viel höheren Summen noch in den Sternen stehen.
Anderseits wird der Allgemeinheit einen Teil der Entlassenenkosten aufgebürdet.

Der größte Verlierer im dem Spektakel war IMO Herr Frantz. Der "Retter von der traurigen Gestalt" (Zitat Manager Magazin 12 /09) mußte seinen Traum von der Eigenständigkeit begraben und schlägt sich weiter mit Gremien und Entscheidern rum, die morgen Hundefutter und übermorgen Schrauben verkaufen würden. Für Menschen, die Autos leben, muß das eine Hölle sein.
Gruß E. Kühlwetter


29. Juni 2010 12:47
Werner Bartlick meint:
Opel wird sterben! Nein Opel stirbt schon seit etwa 10 Jahren.Grund:
Bis auf eine Ausnahme (F. Beikler)waren alle Vorstandsvorsitzenden der damaligen Adam Opel AG Amerikaner. Keiner dieser Herren sprach auch nur wenige Worte deutsch. Wie will so ein Mensch wissen was der deutsche Markt fordert.Amerikanisches Denken und Handeln war angesagt, nach dem Mot "Was für Amerika gut ist muß auch für Deutschland gut sein". Als es im hart umkämpften Markt für Opel immer enger wurde begann das große sparen.Qualitätsprobleme, keine neuen Modelle mehr. Immer mehr Modelle wurden vom Markt genommen, weil die Stückzahl für den Grossserienhersteller nicht mehr kostendeckend produziert werden konnte. Nach und nach verschwanden: Diplomat, Admiral, Kapitän, Omega,Calibra, Olympia, Tigra, Astra Cabrio.Heute werden weniger weit weniger Astra verkauft als damals Omega. Personal und Händler wurden und werden abgebaut. Viele Regionen sind durch Händlerinsolvenz garnicht mehr besetzt.Der Opel hat in Deutschland noch 7% Marktanteil mit Tendenz weiter fallend. Opel ist tot. Schade um die Opel Mitarbeiter, die Händler und deren Mitarbeiter.

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