Renault/Nissan-Chef Carlos Ghosn hat in einem Interview Konsequenzen für Unternehmensbosse mit mangelndem Umweltbewusstsein gefordert. "Ein CEO, der behauptet, genug für den Umweltschutz zu tun, sollte zurücktreten", sagte Ghosn dem Wirtschaftsmagazin "Capital". Die Unklarheit über die zukünftige Besteuerung des CO2-Ausstoßes könne ein Vorteil für Renault sein, so der Automanager weiter. "Wer unsicher ist, fährt in jedem Fall mit einem kleinen Wagen am besten. Verbraucher wollen umweltfreundliche und bezahlbare Autos", erklärte Ghosn. Die Autobauer müssten der Politik sagen, was technisch und wirtschaftlich möglich sei – und was nicht. "Der CO2-Ausstoß muss gesenkt werden, dies aber zu vertretbaren Kosten und ohne Verzerrung des Wettbewerbs." Das Billigauto Logan der rumänischen Tochter Dacia, das gut die Hälfte des bis 2009 geplanten zusätzlichen Absatzes von 800.000 Einheiten bringen muss, soll nach den Worten von Ghosn bereits 2007 profitabel werden. "Die Logan-Plattform schreibt in diesem Jahr schwarze Zahlen und wird bis 2009 eine Marge von sechs Prozent erreichen." Angesichts des Wachstumskurses sei es nicht geplant, Standorte zu schließen. Auch die Frage nach einem anstehenden Jobabbau verneinte der Konzernchef: "Wir wollen, dass die Mitarbeiter sich auf Wachstum konzentrieren und nicht auf Sanierung." (rp)
Klimaschutz: Ghosn nimmt Autobosse in die Pflicht
Renault/Nissan-Chef Carlos Ghosn hat in einem Interview Konsequenzen für Unternehmensbosse mit mangelndem Umweltbewusstsein gefordert. "Ein CEO, der behauptet, genug für den Umweltschutz zu tun, sollte zurücktreten", forderte Ghosn gegenüber dem Wirtschaftsmagazin "Capital". Der französisch-japanische Autokonzern könnte unterdessen von der Unklarheit über die zukünftige Besteuerung des CO2-Ausstoßes profitieren.