Carlos Ghosn wird die Verantwortung für das Nordamerika-Geschäft von Nissan abgeben. Das teilte Japans drittgrößter Autohersteller am Freitag mit. Wie das "Handelsblatt" auf seiner Internetseite berichtete, reagiert Ghosn mit dieser Entscheidung auf die Bedenken der Anleger. Diese hatten beklagt, der Manager, der zugleich dem Allianzpartner Renault vorsteht, sei an zu vielen Fronten zugleich tätig und vernachlässige daher Nissan. Nachfolger von Ghosn in der "Americas"-Region wird den Angaben zufolge Executive Vice President Hiroto Saikawa. Dessen Aufgaben in Europa übernimmt Hidetoshi Imazu. Die am Freitag angekündigte Reorganisation des Managements sieht zudem vor, dass sich Produktionschef Toshiyuki Shiga künftig ausschließlich auf die Inlandsaktivitäten konzentrieren wird. Nissan hatte erst im Februar seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr wegen schleppender Geschäfte in Japan und Nordamerika gesenkt (wir berichteten). Angesichts des schwächeren Absatzes auf dem Heimatmarkt will das Unternehmen auch die Produktion in zwei japanischen Werken (Kanagawa und Tochigi) vom 2. April bis Ende Juni zurückfahren. (rp)
Ghosn will sich stärker Nissan widmen
Renault/Nissan-Chef gibt Leitung für Nordamerika-Geschäft ab / Top-Management wird umgebaut