Freitag, 25.05.2012
25.08.2009
Share |
Kreise

Gläubigerbanken verhandeln Zukunft von Conti und Schaeffler

Die Gläubigerbanken von Continental und Schaeffler wollen nach dem Ende des Machtkampfs zwischen den Autozulieferern gemeinsame Beratungen über die Zukunft der Konzerne aufnehmen. Für den Freitag sei ein Treffen der Banken von Conti und Schaeffler angesetzt, erfuhr die Deutsche Presse- Agentur dpa am Dienstag aus Bankenkreisen. Dabei gehe es um eine "erste Annäherung". Die "Financial Times Deutschland" hatte von dem Treffen berichtet. In den Kreisen hieß es aber, es handle sich nicht um "Friedensverhandlungen", da es nie einen Streit zwischen den Banken gegeben habe. Vielmehr gehe es darum, zunächst die Vorstellungen der beiden Seiten auszutauschen, wie es mit Schaeffler und Conti weitergehen könne und ob und wann es zu einer Fusion der Konzerne kommen könnte. Im Fokus bei der Conti müsse zunächst eine Kapitalerhöhung stehen. Zudem gehe es um andere Maßnahmen, um die 3,5 Milliarden Euro Fälligkeit im August 2010 zu lösen. Conti und Großaktionär Schaeffler hatten vor zwei Wochen ihren monatelangen Machtkampf beendet. Auf Drängen von Schaeffler schied Vorstandschef Karl-Thomas Neumann aus. Sein Nachfolger wurde der Schaeffler-Manager Elmar Degenhart. Zugleich soll der Schaeffler- Berater Rolf Koerfer mittelfristig seinen Posten als Aufsichtsratschef aufgeben. Im Mittelpunkt bei der Conti steht seitdem eine mögliche Kapitalerhöhung für den finanziell angeschlagenen Autozulieferer. Der Aufsichtsrat hatte Ende Juli grünes Licht für die Vorbereitung einer Kapitalerhöhung von bis zu 1,5 Milliarden Euro gegeben. Conti ist wegen der Übernahme der früheren Siemens-Tochter VDO mit rund zehn Milliarden Euro verschuldet. Im August 2010 wird ein Kredit von 3,5 Milliarden Euro fällig. Schaeffler einigte sich auf neues Finanzierungskonzept Schaeffler hält knapp die Hälfte der Conti-Aktien, weitere 40 Prozent sind bei Banken geparkt. Schaeffler war wegen des Erwerbs der Mehrheit an Conti in eine finanzielle Schieflage geraten. Das Familienunternehmen aus Herzogenaurach hatte sich aber in der vergangenen Woche mit seinen Gläubigerbanken auf ein neues Finanzierungskonzept geeinigt. Conti und Schaeffler verhandeln seit Monaten über die Zukunft der beiden Konzerne. Wie aus Industriekreisen verlautet war, sehen Konzepte eine Fusion der Konzerne mit insgesamt mehr als 200.000 Beschäftigten vor. Unter dem Dach einer neuen Holding stünden dann die vereinten Automotive-Sparten von Schaeffler und Conti, das Conti-Reifengeschäft sowie das Industriegeschäft von Schaeffler. (dpa)

 
 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe

"HB ohne Filter" vom 18. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute mit den Themen: BMW-Rekorde, Fiat-Kontraste und Die Autohaus-Zukunft: Personal! MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

Professionelles Teile- und Zubehörmanagement im Autohaus

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Teile- und Zubehörlager ertragreich managen! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr