Donnerstag, 24.05.2012
16.12.2009
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Betriebsrat

GM akzeptiert Mitarbeiterbeteiligung an Opel

Die Verhandlungen zur Sanierung des Autobauers Opel kommen voran: Der US-Mutterkonzern General Motors (GM) hat die Forderung der Arbeitnehmer akzeptiert, die Mitarbeiter am neuen Unternehmen zu beteiligen. "GM ist inzwischen bereit, den Beschäftigten Anteile an Opel zu überlassen", sagte Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz der Tageszeitung "Die Welt". Allerdings herrsche noch Uneinigkeit über die Höhe der Beteiligung. Opel-Europachef Nick Reilly stellte gleichzeitig neue Details zum Opel-Konzept vor. Demnach will der angeschlagene Autobauer mit einer Modell- und Umweltoffensive Anteile auf dem umkämpften europäischen Automarkt zurückerobern. Die Restrukturierung der Europa-Tochter kostet nach GM-Angaben rund 3,3 Milliarden Euro. Die Belegschaft soll sich über einen Lohnverzicht von jährlich 265 Millionen Euro an der Sanierung beteiligen. Im Gegenzug fordert der Betriebsrat unter anderem Unternehmensanteile und eine Gewinnbeteiligung. "Ohne beides gibt es keine Zustimmung für den Geschäftsplan", betonte Franz. Der Forderungskatalog der Arbeitnehmer umfasst zudem mehr Mitbestimmungsrechte für die Beschäftigten und eine größere Eigenständigkeit von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall im Konzern. Die Adam Opel GmbH müsse in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. "Beiträge von Beschäftigten kann es nur geben, wenn diese Bedingungen erfüllt sind", sagte Franz. Mehr Eigenständigkeit in der Produktentwicklung Reilly hatte schon Anfang Dezember Entgegenkommen signalisiert. Dem Fachmagazin "auto motor und sport" (Donnerstag) sagte er nun, Opel werde in der Produktentwicklung viel mehr Eigenständigkeit als bisher bekommen: "Autos, die einen Opel-Blitz auf der Haube tragen, werden entweder komplett hier in Rüsselsheim entwickelt oder ­falls die Basis-Architektur aus anderen Entwicklungszentren stammt ­zumindest unter größtmöglicher und kontinuierlicher Beteiligung von Opel-Ingenieuren." Arbeitnehmervertreter und Autoexperten hatten GM vorgeworfen, die Produktstrategie über Jahre aus dem fernen Detroit ohne Kenntnis der europäischen Kundeninteressen bestimmt zu haben. Damit hätten sie den rückläufigen Absatz verschuldet.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Neue Modelle und Antriebe

 
 
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