Donnerstag, 24.05.2012
02.12.2009
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Demission

GM-Chef Henderson muss gehen

Nach nicht einmal einem Jahr an der Spitze des krisengeschüttelten US-Autobauers General Motors (GM) ist Fritz Henderson zurückgetreten. Mitten in der Sanierung wechselt der Opel-Mutterkonzern damit seinen Chef aus. Verwaltungsratschef Ed Whitacre, ein Vertrauter des US-Präsidenten Barack Obama, übernimmt zunächst selbst das Steuer. Der 68-jährige frühere Telekom-Manager will den schlingernden Autoriesen führen, bis ein Nachfolger für den zurückgetretenen Fritz Henderson gefunden ist. Das kann nach Angaben eines Sprechers noch mehrere Monate dauern. Ob der Chefwechsel folgen für die Opel-Sanierung hat, bleib zunächst unklar. Whitacre gilt schon seit Monaten als starker Mann bei GM und fuhr Henderson mehrfach in die Parade. So zählte der Verwaltungsratschef von vornherein zu den Gegnern des Opel-Verkaufs an den kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna, Henderson zu den Befürwortern. Letztlich obsiegte der von Obama eingesetzte Chefkontrolleur. Der Staat ist Mehrheitseigner und größter Gläubiger von GM. "Es müssen Veränderungen her", sagte Whitacre am Dienstagabend (Ortszeit) in Detroit. Zu den genauen Gründen von Hendersons Rückzug wollte er sich nicht äußern. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht den Chefwechsel mit Skepsis: Whitacre, der frühere Chef des Telekomkonzerns AT&T, habe keinerlei Erfahrung im Automobil-Geschäft: "Seine Welt ist Telekommunikation." Es gelinge dem Verwaltungsratschef offenbar nicht, geeignete Manager für die Sanierung zu finden. "Damit werden auch für Opel die Risiken eher größer als kleiner", sagte Dudenhöffer. Erste Erfolge unter Henderson Henderson hatte nach einer langen Karriere innerhalb des Konzerns erst im März die Führung von General Motors übernommen - zu einer Zeit, als das Überleben des Autobauers auf dem Spiel stand. Er beerbte den glücklosen Rick Wagoner und schaffte es, mit Rückendeckung der US-Regierung das Unternehmen zu stabilisieren, die Verluste einzudämmen und viel früher als erwartet mit dem Schuldenabbau zu beginnen. Unter Henderson platzte aber auch der Verkauf von Opel an den kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna. Das führte zu viel Kritik aus Deutschland. Henderson brachte die Bundesregierung vor allem mit seiner später zurückgenommenen Drohung gegen sich auf, Opel in die Insolvenz zu schicken, wenn die Beschäftigten nicht zu Zugeständnissen bereit seien. Trotz der Verstimmungen versucht General Motors derzeit, an staatliche Hilfen für Opel zu gelangen.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Bei Saab gescheitert

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

02. Dezember 2009 09:36
Thomas Klawikowski meint:
...denn Sie wissen nicht was Sie tun,...mehr kann man dazu nicht mehr sagen. Weder im Management, noch in der Unternehmensstrategie,...siehe gescheiterter Saab-Verkauf,...die Verhandlungsfarce mit Opel und der Interessenten über ein Jahr...,
das alles führt zu einer solch vertrauensunwürdigen Situation,
...die grenzt an fehlendem Realitätssinn und den daraus zu schließenden Konsequenzen, aber das Drama nimmt seinen Lauf!

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