Donnerstag, 24.05.2012
24.06.2008
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US-Markt

GM drosselt Produktion und erhöht Preise

Der größte amerikanische Autobauer will angesichts der Talfahrt auf dem US-Heimatmarkt seine Produktion weiter drosseln und 2009 die Preise erhöhen. Dem Traditionshersteller droht ein herber Prestigeverlust: Der japanische Erzrivale Toyota könnte den Opel-Mutterkonzern schon bald vom Jahrzehnte alten Spitzenplatz beim US-Autoabsatz verdrängen. Wegen der rasant sinkenden Nachfrage vor allem nach großen Fahrzeugen wie Pickups und schweren Geländewagen will GM die Produktion dieser spritfressenden Autos weiter herunterfahren. Um die Lager zu räumen, kündigte der Konzern zudem am Montagabend ein neues Rabattprogramm mit einer Null-Prozent-Finanzierung an. Neue SUV-Modelle (Sports Utility Vehicles) hatte GM bereits zuvor verschoben. Vor einigen Jahrzehnten kam in den USA noch jedes zweite Auto von GM. Seither sank der Marktanteil kontinuierlich auf zuletzt gerade noch rund 20 Prozent. Toyota dagegen gab kräftig Gas und lag im Mai nur noch knapp hinter GM. Erst im vergangenen Jahr hatten die Japaner Ford von Platz zwei in den USA verdrängt. GM und Toyota liefern sich auch weltweit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Spitzenplatz beim Absatz. Der Trend spricht hier ebenfalls klar für die Asiaten, die zudem im Gegensatz zum Milliardenverluste schreibenden GM-Konzern sehr profitabel sind. Die Rekord-Spritpreise und die schwache US-Konjunktur krempeln seit längerem den amerikanischen Automarkt um, zuletzt beschleunigte sich der Umschwung der Käufer hin zu sparsamen und kleineren Wagen nochmals. Erstmals seit Jahren stürzte im Mai der Ford-Pickup F-150 vom Thron als meistverkauftes Auto der USA. GM machen zudem - wie auch anderen Herstellern - die deutlich gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe zu schaffen. Im Schnitt sollen deshalb die Modelle des kommenden Jahres um 3,5 Prozent teurer werden. Je Fahrzeug steige der Preis um durchschnittlich 1.000 Dollar (645 Euro), hieß es. (dpa)

 
 
 
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