Freitag, 25.05.2012
23.10.2008
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Stellenabbau

GM greift zu Kündigungen

Der notleidende US-Autobauer General Motors (GM) verschärft den Stellenabbau nochmals und greift nun über freiwillige Vereinbarungen hinaus bei seinen Angestellten auch zu Kündigungen. Die Opel-Mutter will bei den nicht im Schichtbetrieb beschäftigten Mitarbeitern auch Zusatzleistungen etwa zur Altersvorsorge stutzen. Die Kündigungen sollen Ende dieses Jahres und Anfang 2009 erfolgen, schrieb GM-Chef Rick Wagoner am Donnerstag in einem Brief an seine Führungskräfte. Zahlen nannte er nicht. Opel ist von dem Stellenabbau jedoch nicht betroffen. "Es gibt keine Auswirkungen für Opel", sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in Rüsselsheim. Weder Personalabbau noch Werksschließungen seien in Europa geplant. Für die deutschen Werke gelte weiterhin der im Jahr 2005 geschlossene "Zukunftsvertrag 2010", der den Abbau von Arbeitsplätzen bis 2010 ausschließt. Der Autobauer beschäftigt an den vier deutschen Standorten Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern insgesamt etwa 25.670 Mitarbeiter. Opel hatte nach deutlichen Verlusten 2005 mit einem harten Sanierungsplan rund 9.000 Stellen abgebaut. Wegen sinkender Aufträge war zuletzt die Produktion für nahezu alle europäischen Werke außer Rüsselsheim gestoppt worden. GM fuhr in den vergangenen Jahren Rekordverluste ein. Experten erwarten zur Zahlenvorlage in den nächsten Wochen ein neues Milliardenloch. Der Konzern verbrannte zuletzt pro Monat rund eine Milliarde Dollar Bargeld und wies mehrfach Insolvenzgerüchte zurück. GM müsse verschärft sein verbliebenes flüssiges Kapital bewahren, schrieb Wagoner zur Begründung der neuen Einschnitte. Die Finanzkrise habe die Talfahrt des Autogeschäfts nochmals drastisch verschärft. Die Aussichten für die globale Wirtschaft seien schlecht. Bisherigen Plänen zufolge will sich GM von rund 5.000 Angestellten (etwa 15 Prozent) über freiwillige Vereinbarungen trennen. Die Stellenstreichungen sind Teil eines neuen etwa zehn Milliarden Dollar schweren Programms zur Kostensenkung. Darüber hinaus baut der Konzern seit langem Zehntausende Jobs bei den Schichtarbeitern in den Werken ab. (dpa)

 
 
 
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