Absatzrückgang: GM kann Talfahrt nicht stoppen

29.10.2008 04:50 Uhr
GM arbeit mit Hochdruck an der Übernahme von Chrysler.
© Foto: General Motors

Die Opel-Mutter verkaufte in den ersten neun Monaten 2008 weltweit insgesamt 6,66 Millionen Wagen und damit fast sechs Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Jetzt soll auch die Finanztochter in den Genuss von Staatshilfen kommen.

General Motors (GM) hat in den ersten neun Monaten des Jahres seine Talfahrt beim Absatz nochmals beschleunigt. Der Opel-Mutterkonzern verkaufte weltweit insgesamt 6,66 Millionen Wagen und damit fast sechs Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im dritten Quartal allein stürzte der GM-Absatz um 11,4 Prozent auf 2,11 Millionen Stück ab. Das teilte der US-Autobauer am Mittwoch in Detroit (Michigan) mit. Opel fährt wegen der Folgen der Finanzkrise inzwischen auch im Rückwärtsgang und kann den Konzernabsatz nicht mehr aufpolieren. Der Europa-Absatz mit der deutschen Hauptmarke sank wie bereits berichtet zwischen Januar und September um zwei Prozent auf 1,62 Millionen Fahrzeuge. Im dritten Quartal allein lag das Minus allerdings bei 12,3 Prozent. GM verhandelt gerade mit dem drittgrößten US-Autobauer Chrysler über eine Fusion zum nach Absatzzahlen weltgrößten Hersteller. Laut US-Medien suchen die beiden Hersteller bei ihren Gesprächen weiter unter Hochdruck nach Staatshilfen. Neben erhofften Milliardensummen für das Autogeschäft werde auch für die Finanztochter GMAC staatliche Unterstützung angestrebt. GMAC solle dazu in eine reguläre Bank-Holding umgewandelt werden und Zugang zum US-Rettungspaket für die Finanzbranche erhalten, berichtete das "Wall Street Journal" am Mittwoch. Früheren Berichten zufolge erwägt die US-Regierung zur Unterstützung der Fusion Hilfen von bis zu zehn Milliarden Dollar in Form von Krediten und womöglich auch als Beteiligung am neuen Konzern. Der Chrysler-Mehrheitseigner Cerberus, ein Finanzinvestor, besitzt bereits 51 Prozent an der einstigen GM-Finanzierungssparte GMAC. Den Rest hält noch GM. (dpa/rp)

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