Freitag, 25.05.2012
05.11.2009
Share |
Opel-Machtkampf

GM lässt Muskeln spielen

Machtkampf um die Zukunft von Opel: Während die deutschen Opel-Beschäftigten an allen vier Standorten gegen befürchtete Einschnitte protestieren, gibt sich die alte und neue Mutter General Motors (GM) betont selbstbewusst. Der US-Konzern droht der Belegschaft offen mit Insolvenz, sollten die Betriebsräte nicht zu Zugeständnissen bereit sein. Und GM ist sich der Staatshilfe aus Deutschland und den anderen europäischen Opel-Ländern sicher: "Wenn sie den Magna-Plan mögen, mögen sie auch den GM-Plan", sagte Vize-Präsident John Smith am Mittwochabend. Tausende Beschäftigte demonstrierten an diesem Donnerstag gegen befürchtete Werkschließungen und massive Stellenstreichungen. Sie haben Angst vor harten Einschnitten, nachdem GM nach monatelangem Poker den Verkauf von Opel an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und russische Investoren abgeblasen hat (wir berichteten). In Deutschland arbeiten mehr als 25.000 Menschen für Opel. Nach Smiths Darstellung ist die Sorge unbegründet. GM wolle rund 10.000 der insgesamt gut 50.000 Opel-Arbeitsplätze in Europa streichen. Das wären in etwa genauso viele wie von Magna vorgesehen. Dies sei nötig, um die Kosten um 30 Prozent zu senken und Opel zu einem profitablen Unternehmen zu machen. "Attraktive Lösung" für Bochum Über die Pläne des Mutterkonzerns ist ansonsten noch wenig bekannt. Sie beruhen in weiten Teilen auf einem früheren Konzept, das aber noch aktualisiert werden soll. So muss das Werk in Bochum entgegen der früheren GM-Planung möglicherweise nicht geschlossen werden. Es könne eine attraktive Lösung geben, sagte Smith. Das sei aber noch nicht entschieden. In Nordrhein-Westfalen stehen im kommenden Jahr Landtagswahlen an. Hingegen droht dem Werk in Eisenach weiter eine zweijährige Stilllegung, das Werk im belgischen Antwerpen steht vor dem Aus.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Sanierungsplan auf dem Weg – "Unbegrenzte Barreserven"

 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

06. November 2009 08:59
Hans Sachs meint:
Wenn GM sich eine Neuausrichtung ohne Magna zutraut, warum dann noch Steuergelder verschwenden!? Hoffentlich denkt die Politik mal endlich mit dem Kopf und nicht nur an die nächste Wahl!


05. November 2009 19:19
Rolf Single, Dipl. Wirtsch. Ing. meint:
Letztendlich hat Herr Dr. zu Guttenberg doch recht gehabt, als er in seiner Funktion als Wirtschaftsminister der letzten Bundesregierung vorgeschlagen hat, die Opel Sanierung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens durchzuführen. Eine Opel-Insolvenz wäre in jeder Hinsicht, d.h. aus juristischen, marktwirtschaftlichen und politischen Gesichtspunkten, die sauberste Lösung und würde verhindern, dass inkonsequente Politiker sich jetzt von General Motors erpressen lassen und dabei aus wahltaktischen Gründen Milliarden an Steuergeldern für dirigistische Rettungsmassnahmen verschwenden.

2 Leserbriefe (Anzeige 1 bis 2)
1

"HB ohne Filter" vom 18. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute mit den Themen: BMW-Rekorde, Fiat-Kontraste und Die Autohaus-Zukunft: Personal! MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

Professionelles Teile- und Zubehörmanagement im Autohaus

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Teile- und Zubehörlager ertragreich managen! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr