General Motors (GM) will im Überlebenskampf angeblich drei Opel-Werke opfern. Das meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Der Autobauer in Detroit wollte dazu keine Stellung nehmen. Die Opel-Mutter und Chrysler mussten der US-Regierung am Dienstag ihre Sanierungskonzepte – von denen weitere staatliche Milliardenspritzen abhängen – vorstellen. In Deutschland ging die Debatte weiter, ob Opel auch mit staatlichen Mitteln aus dem GM-Konzern herausgelöst werden soll. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und der Betriebsratschef Rainer Einenkel vom möglicherweise betroffen Bochumer Opel-Werk sagten zu dem Bericht, solche Entscheidungen des Mutterkonzerns in Detroit gebe es nicht. In Deutschland beschäftigt Opel mehr als 25.000 Menschen in vier Werken in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern. Der GM-Sanierungskurs könnte auch ein Werk des schwedischen Tochterunternehmens Saab treffen. Einenkel sagte: "Es gibt derartige Entscheidungen nicht." Die Medien seien benutzt worden, um Falschinformationen in die Welt zu setzen. Rüttgers sagte laut "Bild.de" zu den Gerüchten: "Noch ist Opel nicht verloren, es ist noch keine Entscheidung gefallen." Rüttgers ist derzeit in USA unterwegs und will an diesem Mittwoch Spitzenmanager von GM und Ford treffen. Böser Absturz an der Börse Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg hatte gemeldet, GM prüfe die Schließung oder den Verkauf von drei Opel-Werken in Europa. Die Fabriken in Bochum und im belgischen Antwerpen könnten geschlossen, das Werk in Eisenach veräußert werden. Die GM-Aktie stürzte um rund 20 Prozent ab.
Medien: GM prüft Aus für drei Opel-Werke
Laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg könnten die Fabriken in Bochum und im belgischen Antwerpen geschlossen, das Werk in Eisenach veräußert werden. Betriebsrat und Politik laufen dagegen Sturm.
K. Jansen