Freitag, 25.05.2012
02.03.2010
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Signal an Regierungen

GM pumpt mehr Geld in Opel-Sanierung

General Motors (GM) hat seine Geldspritze zur Sanierung der Tochter Opel verdreifacht. Damit reagiert der Autobauer auf eine Forderung der Bundesregierung, die eine deutliche Aufstockung des GM-Beitrags zu den Sanierungskosten zur Voraussetzung für Milliarden-Staatshilfen gemacht hatte. Eine Vorentscheidung über die Gewährung von Bürgschaften ist dieser Schritt aber nicht. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) reagierte am Dienstag zurückhaltend auf die Ankündigung: "Das Verfahren läuft ergebnisoffen." GM sicherte zu, sich mit 1,9 Milliarden Euro an der Opel-Rettung zu beteiligen. Bisher wollte der Konzern nur 600 Millionen zuschießen. Dieses Geld war aus Sicht des US-Autobauers bereits zur Rückzahlung des deutschen Brückenkredits genutzt worden, der im vergangenen Jahr das Überleben Opels sicherte. Bund und Länder sowie Arbeitnehmer hatten dies kritisiert, da das Geld nicht für Investitionen zur Verfügung stehe und GM die Risiken allein den europäischen Steuerzahlern aufbürden wolle. Wie die Adam Opel GmbH in Rüsselsheim mitteilte, erwartet der Autobauer nun weniger Geld von den europäischen Regierungen. Statt Kredit- und Bürgschaftszusagen über 2,7 Milliarden Euro seien nun nur 1,8 Milliarden Euro erforderlich, sagte ein Opel-Sprecher. Bislang hatte der Autobauer allein in Deutschland 1,5 Milliarden Euro Staatshilfen beantragt. Ob und wie stark dieser Betrag nun sinken werde, sagte der Sprecher nicht. Rote Zahlen auch 2010 Das Management will den angeschlagenen Autobauer Opel gesund schrumpfen. Nach dem Plan sollen europaweit 8.000 von 48.000 Stellen wegfallen, die Kapazitäten sollen um 20 Prozent reduziert werden. Dazu will Opel-Chef Nick Reilly das Werk in Antwerpen schließen. Neben den Ausgaben für den Abbau von Personal und Überkapazitäten steht Opel vor Milliardeninvestitionen in neue Modelle und Technologien, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Im vergangenen Jahr fuhr der Hersteller in die roten Zahlen und verkaufte nur 1,1 Millionen Fahrzeuge. Auch im laufenden Jahr rechnet Reilly mit einem Verlust.

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: GM rechnet sich bessere Chancen aus – "Schritt in die richtige Richtung"

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

03. März 2010 11:08
Jörg-Uwe Banach meint:
Herr Hölzel, ich weiß, dass meine Meinung bei vielen - so auch bei Ihnen - nicht sonderlich beliebt ist. Eine überwiegende Mehrheit teilt sie aber, und was die globalen Zusammenhänge angeht, kann GM sicher nicht erwarten, dass allein deutsche Steuerzahler dafür bluten.


02. März 2010 16:05
Dieter M. Hölzel meint:
Sehr schade, sehr geehrter Herr Banach, wirklich schade !

Offenbar sind Ihnen die globalen Zusammenhänge entgangen, welche auf
Zukunft ausgerichtet sind. Es ist sicherlich nicht anzunehmen, dass
die Bundesregierung auf Sicherungsmaßnahmen bezüglich Geldfluss und/
oder Garantien verzichtet. Insofern, sehr geehrter Herr Banach, be-
finden Sie sich nicht auf dem Weg zu einer Lösung, insbesondere die
Familien vor Arbeitslosigkeit zu schützen, was langfristig auch die
Kinder betreffen kann. Die Menschen stehen im Vordergrund, nicht die
Leute die in oberen Etagen versagt haben. Arbeitslose und spätere
Hartz-Empfänger haben mit der Inlandsnachfrage nichts zu tun, aber
gerade das sollte verhindert werden. Schimpfkanonaden über amerikani-
schen Pleitekonzern bringen uns alle nicht weiter, kluges handeln nur
macht Sinn, wenngleich ich Ihre Verärgerung über die überm großen
Wasser verstehen kann.


02. März 2010 15:00
Jörg-Uwe Banach meint:
Wenn ich das schon lese: "Gleichzeitig VERLANGT der Autobauer nun weniger Geld von den Regierungen." Wenn hier einer was verlangen kann, dass die Opel-Mitarbeiter wirkungsvolle Managementeingriffe zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze - aber bitte keine Steuergelder für einen amerikanischen Pleite-Konzern und dessen marode und malade deutsche Tochter! Im wahren Leben müssen Eltern auch allein für ihre Kinder aufkommen!

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