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Insolvenzverfahren im Eiltempo: Ein deutlich kleinerer GM-Konzern ist nun mehrheitlich in Staatsbesitz.
Insolvenzabschluss
GM-Rettung unter Dach und Fach
Neustart für General Motors (GM): Der einst weltgrößte Autobauer ist nach lediglich 40 Tagen wieder aus der Insolvenz gefahren. Der deutlich kleinere neue GM-Konzern hat sich von vielen Altlasten befreit und ist vorerst mehrheitlich in Staatsbesitz. "Der heutige Tag markiert einen Neuanfang für General Motors", sagte GM-Chef Fritz Henderson am Freitag am Konzernsitz in Detroit (Michigan). Der neue Verwaltungsratschef Ed Whitacre sagte: "100 Jahre lang hat GM zu den größten Unternehmen der Welt gehört. Das steht GM wieder zu. Und da wird GM auch wieder sein." Nach der zur Rettung nötigen weitgehenden Verstaatlichung halten die USA und Kanada zusammen vorerst 72,5 Prozent. Im Gegenzug fließen zur Sanierung weit mehr als 50 Milliarden Dollar an Steuergeldern. "Wir werden hart dafür arbeiten, um das Geld und das Vertrauen zurückzahlen", versicherte Henderson. Neben dem Staat hält die Autogewerkschaft UAW zunächst 17,5 Prozent für Zugeständnisse bei der Krankenversicherung der Betriebsrentner Staat am neuen Konzern. Die übrigen zehn Prozent gehören Gläubigern für einen Verzicht auf 27 Milliarden Dollar an Schulden. Sie können später aufstocken. Das erst am 1. Juni beantragte Gläubigerschutzverfahren des gut 100 Jahre alten Traditionskonzerns war das bislang größte in der US-Industriegeschichte. Es verlief weit schneller als von Experten erwartet und gilt – wie das Insolvenzverfahren des Konkurrenten Chrysler – als Erfolg von US-Präsident Barack Obama bei den Rettungsbemühungen für die US-Autoindustrie. Bis zuletzt hatten Einwände von Gläubigern sowie offene Schadensersatzforderungen den Neustart von GM gefährdet (wir berichteten). Das Gericht wies sie jedoch ab, da es keine Alternative zum Sanierungsplan gebe. Die meisten Altlasten lässt GM in der Insolvenz zurück, sie werden verkauft oder abgewickelt. Auch der stark geschrumpfte neue Konzern hat aber noch milliardenschwere Schulden. Erste Staatsanteile bereits 2010 an die Börse Der Abbau des Schuldenbergs soll über harte Einschnitte erfolgen: Weitere verlustreiche Marken werden abgestoßen, zehntausende Jobs fallen weg, über ein Dutzend Werke und 40 Prozent der Händler werden dicht gemacht. Schon nächstes Jahr will die US-Regierung erste Teile von GM wieder an die Börse bringen. Die Aktien der bisherigen GM-Anteilseigner sind mit der Übernahme wertlos geworden.
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(Foto: GM/Archiv/AHO-Montage)
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