Guttenberg: GM signalisiert Entgegenkommen bei Opel

17.03.2009 17:47 Uhr
Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg sprach zwei Stunden mit GM-Chef Rick Wagoner (r.) und dessen Vize Fritz Henderson.
© Foto: Michael Kappeler/ddp

Nach Angaben des Wirtschaftsminister will das GM-Management bei der Rettung seiner deutschen Tochter mit der Bundesregierung konstruktiv zusammenzuarbeiten. Wichtige Fragen sind aber weiter offen.

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sieht nach Gesprächen mit der angeschlagenen Opel-Mutter General Motors (GM) erste Fortschritte. Nach Wochen der Ungewissheit habe GM erstmals "glaubhaft" eine Zusammenarbeit mit der Bundesregierung zugesagt, sagte Guttenberg in der Nacht zum Dienstag in Washington. Zuvor hatte er sich mit GM-Chef Rick Wagoner und dessen Vize Fritz Henderson in einem rund zweistündigen Gespräch auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Allerdings ist der Weg bis zu einer möglichen Rettung des deutschen Traditionsunternehmens noch weit. Zum einen sieht Berlin zentrale Fragen des Sanierungskonzepts für Opel noch nicht geklärt. Zum anderen muss GM erst noch sein Sanierungskonzept der Regierung von US-Präsident Barack Obama vorlegen – voraussichtlich bis Ende März. Nach einer Entscheidung der US-Regierung wolle sich auch die Bundesregierung auf ihr weiteres Vorgehen festlegen, sagte Guttenberg. Der Minister wollte am Dienstag mit US-Finanzminister Timothy Geithner und Obamas Wirtschaftsberater Larry Summers über das Thema sprechen. Ein zentrales Problem sind riesige Überkapazitäten der weltweiten Autoindustrie. SPD-Kritik: US-Reise kein "großer Erfolg" Während Guttenbergs Gespräche für Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) Hoffnungen keimen lassen, äußerten sich IG-Metall-Chef Berthold Huber und SPD-Fraktionschef Peter Struck skeptisch. Koch sagte am Dienstag dem "ARD-Mittagsmagazin", es sei ein wichtiges Signal, dass sich der Minister und die GM-Spitze auf einen Verhandlungsweg für die kommenden Wochen geeinigt hätten. Huber kritisierte dagegen, die bislang bekannten Details aus Guttenbergs Gesprächen mit GM hätten für ihn nur geringen Neuigkeitswert. Struck sagte, Guttenbergs US-Reise sei kein "großer Erfolg" gewesen. "Dafür hätte er nicht nach Amerika fahren müssen. Es sei denn, er hat Wert auf die Fotos am Times Square gelegt."

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KOMMENTARE

Auto 3.2.1...

17.03.2009 - 13:16 Uhr

The neverending Story... und 2 Wochen vor den Wahlen in Deutschland sind unsere Politiker die Retter von Opel ;-) Politisch gesehen ist das wie beste Wahlkampange die man vor den vostehenden Wahlen hat.


der-A

18.03.2009 - 08:40 Uhr

Ich finde es lächerlich wie Herr Struck die Arbeit von Herr zu Guttenberg denunziert! Ich persönlich finde, dass Herr zu Guttenberg der Beste Wirstschaftsminister seit langem ist, den unser Land die letzten Jahre hatte! Die SPD ist ein Hühnerhaufen, die keine guten Leute hervorbringt und sich für mich immer mehr zur 2. die Linke wird. Die Linke Seite in der SPD wird immer stärker!!! SPD=Die Linke !!!!!


Thomas Lindner

18.03.2009 - 09:01 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, wenn die angeschlagenen Opel-Mutter General Motors unserem Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) "glaubhaft" signalisieren wollte, dass dort eine möglichen Rettung des deutschen Traditionsunternehmens ernsthaft in Erwägung gezogen wird, wären die verantwortlichen Manager aus den Staaten bei uns mit einen "Koffer voller Maßnahmen" angereist. Weiterhin muss Herrn Guttenberg doch vor seiner Reise bereits klar gewesen sein, dass er sich erst nach einer Entscheidung der US Regierung Gedanken über die weitere Vorgehensweise / Möglichkeiten machen kann. Unter diesem Gesichtspunkt und dem Bericht zufolge kann der Trip in die Staaten von Herr Guttenberg bestenfalls als Wahlkampagne pur oder Lustreise pur betrachtet werden….und nun muss Herr Guttenberg auch noch aufpassen, dass er dem GM Konzern in den Staaten nicht noch einige Milliarden – ohne sinnvollen Nutzen - hinterher wirft. Meine Meinung: Diese Art von Wahlkampf ist schlecht und zu teuer. Mfg Thomas Lindner


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