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GM stimmt auf Börsen-Comeback ein
Vom Todgeweihten zum Hoffnungsträger in nur einem Jahr: General Motors (GM) verlässt nach überstandener Insolvenz langsam die staatliche Obhut und kehrt in die raue Börsenwelt zurück. Über den wahrscheinlich zweitgrößten Börsengang der US-Geschichte soll der amerikanische Steuerzahler einen guten Teil seines Geldes zurückbekommen, mit dem er das Urgestein der Branche vor einem Jahr vor der Pleite bewahrte. Marktbeobachter schätzen das Ausgabevolumen auf annähernd 16 Milliarden Dollar.
Am Mittwoch legte die Opel-Mutter ihren vorläufigen Börsenprospekt vor. Zu den insgesamt zehn Banken, die dem Konzern bei der Rückkehr aufs Parkett helfen werden, gehört auch die Deutsche Bank. Federführend werden das Geschäft aber die Wall-Street-Institute JP Morgan und Morgan Stanley abwickeln. Bis zum Börsengang soll bereits der neue Konzernchef Daniel Akerson den Chefsessel bei GM übernehmen.
Das Volumen und der genaue Zeitpunkt für den Börsengang sind allerdings weiter offen. Die US-Regierung als Haupteigner hat hier das Heft in der Hand und will sich nicht drängen lassen, stellte sie in der Nacht klar. Im Raum steht ein Gesamtvolumen von um die 16 Milliarden Dollar und als Termin der Herbst. Im November sind Kongresswahlen - und US-Präsident Barack Obama könnte das GM-Comeback als großen wirtschaftspolitischen Erfolg verkaufen.
Die US-Regierung hatte 50 Milliarden Dollar in GM gesteckt, damit das Unternehmen die Insolvenz Mitte vergangenen Jahres überleben konnte. Der kleinere Teil der Summe war ein Kredit, der bereits zurückgeflossen ist. Für den größeren Teil der Summe hatte der Staat 60,8 Prozent der Anteile an GM bekommen.
Staat bleibt vorerst größter Anteilseigner
Ziel der Regierung ist es, über den Verkauf von Aktien ihren Anteil auf unter 50 Prozent und damit auf eine Minderheitsbeteiligung zu reduzieren. GM stellte aber klar, dass auch nach dem Börsengang der Staat eine entscheidende Rolle spielen werde. Er wird weiter größter Anteilseigner sein.
Erst auf lange Sicht dürften sich die USA und Kanada vollständig aus dem Unternehmen herausziehen. Auch Kanada und die Gewerkschaften könnten bei der Börsenrückkehr von GM Aktien auf den Markt werfen. Sie hatten dem Konzern ebenfalls mit Geld bzw. mit Zugeständnissen bei den Personalkosten geholfen.
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(Foto: General Motors)
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