GM und Ford korrigieren Quartalsverlust nach oben

03.08.2006 04:00 Uhr

Gründe liegen im anstehenden Verkauf der Beteiligung an GMAC sowie höheren Sonderbelastungen

General Motors (GM) hat die Verlustangaben für das zweite Quartal rückwirkend nach oben korrigiert. Wie der Autokonzern am Dienstag mitteilte, wurde der Verlust für das zweite Quartal um 200 Mio. auf 3,4 Mrd. US-Dollar erhöht. GM begründete die rückwirkende Korrektur seiner Quartalszahlen mit einer von 490 auf 690 Mio. US-Dollar erhöhten Belastung nach Steuern wegen des anstehenden Verkaufs der Beteiligung (51 Prozent) an der Finanztochter GMAC. Das Unternehmen kündigte außerdem an, dass sich der GMAC-Verkaufsabschluss bis 2007 verzögern könnte. Der weltgrößte Autobauer will die Mehrheitsbeteiligung an seiner lukrativen Finanztochter an ein Konsortium unter Führung der Investmentfirma Cerberus Capital verkaufen. Bei der Ford Motor Company ist unterdessen der Verlust im zweiten Quartal 2006 doppelt so hoch ausgefallen wie ursprünglich berichtet. Ford bezifferte die roten Zahlen jetzt auf 254 Mio. US-Dollar. Ursprünglich hatte der Konzern am 20. Juli einen Quartalsverlust von 123 Mio. US-Dollar bekannt gegeben. Die rückwirkende Verlusterhöhung wurde in Unterlagen veröffentlicht, die Ford bei der amerikanischen Wertpapier- und Börsenbehörde SEC am Mittwoch nach Börsenschluss eingereicht hatte. Der Verlustanstieg ist auf höhere Pensions- und andere Personalabbaukosten zurückzuführen. Ford erhöhte sie für das Gesamtjahr von einer auf 1,2 Mrd. US-Dollar. Der Autobauer rechnet jetzt für 2006 mit Sonderbelastungen von insgesamt 3,8 Mrd. US-Dollar. Ford rechnet auch damit, dass die Luxuswagen-Sparte Premier Automotive Group (PAG) mit Jaguar, Land Rover, Aston Martin und Volvo in diesem Jahr rote Zahlen schreiben wird. Der Konzern begründete dies mit den jüngsten Verkaufstrends. Bisher war man davon ausgegangen, dass diese Sparte einen Betrag ausweisen würde, der auf Vorsteuerbasis und unter Ausklammerung von Sonderfaktoren nahe der Gewinnschwelle liegen werde. 1,2 Millionen Autos müssen in die Werkstätten Unterdessen ruft Ford in den USA 1,2 Mio. Pickups, Geländewagen und Vans mit Benzin- und Gasantrieb wegen fehlerhafter Tempomaten zurück in die Werkstätten. Nach Unternehmensangaben besteht die Gefahr, dass Bremsflüssigkeit in das System gelangt, so dass es mit der Zeit korrodieren, überhitzen und schließlich in Brand geraten könnte. Der deutsche Markt sei nicht betroffen, hieß es. (dpa/rp)

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