Dienstag, 07.02.2012
04.03.2010
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Personalie

GM-Urgestein Bob Lutz hört auf

Die US-Autoindustrie verliert eine ihrer bekanntesten Persönlichkeiten: Bob Lutz hört zum 1. Mai bei General Motors (GM) auf. Der 78 Jahre alte Tausendsassa kümmerte sich zuletzt um Entwicklung und Design. Lutz' Arbeit werde noch Jahre nachwirken, lobte Konzernchef Edward Whitacre am Mittwoch in Detroit. Lutz ist seit 47 Jahren in der Branche, vor GM war er bei BMW, Chrysler und Ford. Bei seinem letzten Arbeitgeber sprang der Veteran immer da ein, wo Not am Mann war. Er half mit, die Insolvenz im vergangenen Jahr zu überstehen. Zwischenzeitlich war er auch als Übergangschef bei Opel im Gespräch. "Ich kann selbstbewusst sagen, dass der Job, für den ich vor mehr als neun Jahren gekommen bin, erledigt ist", sagte Lutz. GM stehe heute besser da denn je. Lutz hatte die angestaubte Modellpalette überholt. Viele der jetzigen Verkaufsschlager gehen auf ihn zurück. Zwischenzeitlich war er auch für den Verkauf zuständig gewesen. Mit Lutz geht einer der letzten GM-Manager der alten Garde. Der branchenfremde Whitacre, der erst Verwaltungsrats- und später Konzernchef wurde, hatte nach überstandener Insolvenz im vergangenen Sommer kräftig aufgeräumt. Erst am Dienstag besetzte er den US-Vertrieb nach enttäuschenden Verkaufszahlen um. Direkt und unverblümt Der GM-Veteran hatte ursprünglich schon zum Ende des vergangenen Jahres aufhören wollen, nach dem geglückten Neustart entschied er sich aber zum Bleiben. Zuletzt hatte er mehrfach gesagt, er denke nicht ans Aufhören. US-Medien deuteten an, dass Whitacre zuletzt aber die Befugnisse von Lutz beschnitten hatte. Der erfahrene Automanager Lutz war in der Vergangenheit oft durch seine direkte, unverblümte Art angeeckt. Speziell in Deutschland machte er sich wenig Freunde. Opelaner werfen ihm vor, er sei mitverantwortlich dafür, dass sich die Marke zu langsam weiterentwickelt habe und deshalb heute in Schwierigkeiten stecke. (dpa)

 
 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

04. März 2010 21:24
Eugen Thoma meint:
Wenn überhaupt jemand aus der GM-Riege ein Car-guy UND ein OPEL-Freund war, dann Bob Lutz. Schon vergessen, wo er in den 60er Jahren die Marke puschte? Ich wünsche ihm eine gute Zeit und seinen Nachfolgern viel Durchstehvermögen und Erfolg.


04. März 2010 10:05
jens peter meint:
Wie - mit 78 schon aufhören, was soll das denn?
Ich finde, Herr Lutz könnte ruhig noch etwas länger im Amt bleiben.
Sind eigentlich die neuen Chefsessel mit eingebautem Defibrillator schon am Markt erhältlich?


04. März 2010 09:38
Ing. Wolfgang Stummer meint:
Bob Lutz?

(...)

Da muss GM verstaatlicht werden, Marken werden eingestellt oder verkauft, Produktionswerke geschlossen, tausende Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz, Opel steht am Rande des Abgrunds und ist noch immer in keinem sicheren Fahrwasser und dann sagt dieser (...) GM stehe heute besser da denn je zu vor!

(...) lässt Grüßen, oder ist das einfach Realitätsverweigerung?
Politisch müssen wir nicht nur über eine Pensionsantrittsalteranhebung nachdenken, sondern auch über einen Zeitpunkt der Zwangspensionierung von sich selbst überschätzenden Managern.

Lieber Bob Lutz wünsche ihnen ein langes Leben und eine schöne Pension, diese haben sie aber leider um zehn Jahre zu spät angetreten.

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