General Motors (GM) wird wohl mittelfristig nicht mehr zu den größten Automobilherstellern weltweit gehören. Dies prophezeit der US-Branchenexperte Ron Harbour, der in seinem jährlichen "Harbour-Report" die Produktivität der Hersteller misst. Der japanische Konkurrent Toyota wird in fünf Jahren gemeinsam mit dem Volkswagen-Konzern und der südkoreanischen Hyundai-Kia-Gruppe um den Titel der Nummer eins in der Welt kämpfen. GM und auch Ford könnten nur hoffen, dass sie dann noch zu den fünf größten Herstellern gehören, sagte Harbour gegenüber der "Wirtschaftswoche".
"Ich sehe derzeit noch keine Anzeichen für eine nachhaltige Erholung der Autokonjunktur in den USA in den nächsten zwei bis drei Jahren", erklärte der Experte. Künftig rechnet er dort nur noch mit einem jährlichen Absatz von rund zwölf Millionen Fahrzeugen. Das Vorkrisen-Niveau von 16 Millionen Fahrzeugen werde auf absehbare Zeit nicht erreicht.
Auch das Elektroauto Chevrolet Volt wird laut Harbour den GM-Absatz nicht ankurbeln können, der Preis von über 40.000 US-Dollar sei für dauerhafte, starke Impulse zu hoch. (mid/bp/rp)