Probleme mit Gewerkschaft: GM verkauft Getriebewerk in Straßburg

01.09.2008 00:42 Uhr

Laut einem Zeitungsbericht informierte der US-Autokonzern die rund 1.700 Mitarbeiter am Freitag in einer Betriebsversammlung über die Trennung. Demnach mache dem Management vor allem eine "aggressive" Belegschaftsvertretung zu schaffen.

Der US-Autokonzern General Motors (GM) wird nach einem Pressebericht sein Getriebewerk in Straßburg verkaufen. Über die Trennung seien die rund 1.700 Mitarbeiter am Freitag in einer Betriebsversammlung informiert worden, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Samstagausgabe). Demnach ist die Investmentbank Merrill Lynch mit der Suche nach einem Käufer betraut worden. Der Konzern war am Freitag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Das Werk arbeite profitabel, doch müsse sich das Management mit einer aggressiven Gewerkschaft auseinandersetzen, schreibt die Zeitung. Zudem stehe die Maßnahme im Zusammenhang mit der von GM angekündigten Konzentration auf das Kerngeschäft. Der Konzern leidet unter Absatzeinbrüchen vor allem im Heimatmarkt und fährt Milliardenverluste ein. Daran ist neben der Kreditkrise eine verfehlte Modellpolitik Schuld. Der US-Branchenprimus setzte zu lange auf spritfressende Geländewagen und Trucks. Laut "FAZ" wurde das Straßburger Werk 1967 gegründet und besteht aus einer Produktionsanlage und einem technischen Zentrum. In der Fabrik werden Automatikgetriebe entwickelt und gebaut, die im Wesentlichen in Fahrzeugen von Konkurrenten zum Einsatz kommen. Zu den Kunden zählt laut der Zeitung auch der deutsche Autohersteller BMW. Die GM-Tochter Opel gehört demnach nicht zu den Kunden. (dpa)

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