Mittwoch, 23.05.2012
24.10.2008
Share |
Medienbericht

GM verschiebt Start wichtiger Zukunftsmodelle

General Motors (GM) tritt angesichts seiner prekären Finanzlage bei der Entwicklung neuer Modelle laut US-Medien immer stärker auf die Bremse. Die Opel-Mutter verschiebe nun sogar den Start von sparsameren Modellen, die für die Sanierung des Konzerns entscheidend seien, berichtete das US-Wirtschaftsmagazin "BusinessWeek" im Internet. So werde etwa der neue Kompaktwagen Chevrolet Cruze nicht vor 2011 und damit um fast ein Jahr verzögert auf den US-Markt kommen. Die deutsche Cruze-Marktstart ist dagegen nicht in Gefahr. "Wir halten an der angekündigten Einführung zum Frühjahr kommenden Jahres in Deutschland fest", erklärte ein Chevrolet-Sprecher am Freitag gegenüber AUTOHAUS Online. Ein GM-Sprecher bestätigte dem Magazin grundsätzlich, dass einige neue Programme etwas aufgeschoben würden. Zu konkreten Modellen und Zeitplänen wollte er sich aber nicht äußern. Der größte US-Hersteller erhofft sich wie seine Wettbewerber von kleineren und spritsparenden Modellen die rettende Wende. Frühere Verkaufsschlager wie schwere Geländewagen und Pickups laufen immer schlechter. Der US-Automarkt ist zudem generell auf steiler Talfahrt. Aber auch Opel bekommt zunehmend Probleme und stoppt die Bänder befristet. Flexible Arbeitszeiten als Lösung für Europa Bei den europäischen GM-Töchtern Opel, Vauxhall, Chevrolet und Saab soll durch flexible Arbeitszeiten und Produktion eine Überproduktion verhindert werden, wie das GM-Management am Freitag auf Anfrage nach einem Treffen mit Europäischen Arbeitnehmervertretern mitteilte. "Die Arbeitszeitmodelle erlauben uns diese flexiblen Lösungen", sagte GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster laut Mitteilung. Nach Angaben des Opel-Gesamtbetriebsratschefs Klaus Franz wird es damit keinen Personalabbau und keine Werksschließungen in Europa geben. Wegen der leeren GM-Kassen kursieren ständig Insolvenzgerüchte. Der Konzern verbrannte zuletzt pro Monat rund eine Milliarde Dollar seiner flüssigen Reserven und hat große Probleme bei der Suche nach frischem Kapital. Mit dem ebenfalls verlustreichen drittgrößten US-Autobauer Chrysler verhandelt GM derzeit Berichten zufolge über eine Fusion. (dpa/rp/tk)

 
 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe

"HB ohne Filter" vom 18. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute mit den Themen: BMW-Rekorde, Fiat-Kontraste und Die Autohaus-Zukunft: Personal! MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

Professionelles Teile- und Zubehörmanagement im Autohaus

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Teile- und Zubehörlager ertragreich managen! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr