Dienstag, 07.02.2012
16.06.2010
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Rückzug

GM will Opel ohne Staatshilfen sanieren

Der Autobauer Opel hat nur eine Woche nach dem deutschen Nein sämtliche Anträge auf Staatshilfe zurückgezogen. Überraschend kündigte der Hersteller am Mittwoch an, die US- Konzernmutter General Motors werde die Sanierung komplett aus eigener Kraft stemmen.

Opel-Chef Nick Reilly zerstreute in einer Telefonkonferenz Sorgen, dass nun weitere Einschnitte für die Mitarbeiter oder Werksschließungen drohen. "Wir haben keine Absicht, den Sanierungsplan zu verändern, es ist der beste Plan für das Unternehmen." Damit bleiben die vier deutschen Werke in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern erhalten.

Am Finanzbedarf von 3,3 Milliarden Euro für die Restrukturierung des Unternehmens hat sich nach Reilly Angaben nichts geändert. Mit dem Verzicht auf staatliche Bürgschaften sei nun aber der Weg frei für eine schnelle Umsetzung des Zukunftsplans. "Neue zeitaufwendige, komplexe Verhandlungen und eine weiterhin ungesicherte Finanzierung können wir uns nicht erlauben." Der Hersteller müsse in neue Produkte und Technologien investieren. Dazu gehöre ein Investitionsprogramm über elf Milliarden Euro für neue Produkte und Technologien.

Nach dem Sanierungsplan sollen europaweit 8.300 der 48.000 Stellen abgebaut werden, möglicherweise könnten es aber auch weniger werden. Details würden an den jeweiligen Standorten mit den Arbeitnehmervertretern ausgehandelt. Zudem soll das Werk im belgischen Antwerpen spätestens zum Jahresende geschlossen, wenn sich nicht noch ein Käufer findet.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Brüderle sieht sich bestätigt - Betriebsrat erleichtert

 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

18. Juni 2010 08:15
Michael Tropschug meint:
Tja, es ist schon recht herb, wenn man nicht immer recht bekommt.
Auch die Unterstützungen für die Banken waren nicht im Sinne des Erfinders, aber für die Abwendung eines viel höheren Schadens notwendig. Wie sich Banker schon kurz danach wieder verhalten haben finde ich persönlich auch mehr als degeneriert, aber es ändert nichts.
Sollte Opel sterben, so werden aus den Produktionsanlagen sicher nnicht Blumen wachsen. Es wird andere geben, die sie nutzen und FFachkräfte benötigen. Diese Fachkräfte leben in der Region. Vielleicht werden nicht alle gebraucht, aber die die wieder Arbeit haben werden werden dafür Sorgen, dass der Preis für unser Land deutlich günstiger ist, als die Inanspruchnahme der Bürgschaften des Bundes, hätte er sie denn gegeben.


17. Juni 2010 17:03
Dieter M. Hölzel meint:
Na ja, dann warten wir mal die Entwicklung ab, wie es Herr Gnuschke
beschrieben hat. Interessant ist aber auch, wieviel Arbeitsplätze bei
500 - 600 Mrd. an die Banken " erhalten " wurden und Bonizahlungen
daraus, für jene, die das Chaos verursacht haben. Nachdem Einsichten
einer gewissen Entwicklungshöhe bedürfen, die es zu erreichen gilt,
macht eine Diskussion nur in einer Gesamtschau Sinn. Man kann nur
hoffen, dass GM nicht überreagiert.
Die " geistig - moralische Erneuerung " in unserem Land, schlägt sich bereits durch handfeste Demonstrationen nieder, dies macht nicht nur
den Menschen Sorgen. Die Apotheker- und Hotel-Partei mit derzeit 5%
wird´s dann schon richten, wenn Babynahrung höher besteuert wird wie
Hundefutter. Aber Einsichten in einer Gesamtschau braucht halt dann doch Entwicklungshöhe, die mit dem Alter gelegentlich nichts zu tun
hat. Möchte nun nicht philosophische Höhen zitieren, sie sind ohnehin sehr rar geworden in unserem Land,einem Land, dass zunehmend in das Grobe und Profane abgleitet. Daher sehe ich eher keinen Gesprächsbe-
darf mehr in vorgenannter Angelegeheit.


17. Juni 2010 15:38
T. Markes meint:
Genau meine Zustimmung, alleine das Auftreten des Betriebsrates anscheinend ohne tatsächliche Information bzw. keine Macht durch GM von Übersee wirkte sehr überheblich und teilweise lächerlich.

Seltsam das soviele Kompetenzen genötigt wurden, soviele Politiker und Gremien sich damit beschäftigt haben, wo doch jetzt alles beim Alten bleibt.
Und Bürgschaften sind zwar kein direkter Fluss von Steuergeldern, aber was ist wenn die Bürgschaften vom Gläubiger durch egal welche Umstände eingefordert werden? Sind es dann auch keine Steuergelder mehr oder wer hätte dann bezahlt?

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