Freitag, 25.05.2012
20.11.2008
Share |
Umwandlung in Geschäftsbank

GMAC will Staatshilfen

Die notleidende frühere General-Motors-Finanzierungssparte GMAC will sich zu einer Geschäftsbank umwandeln und so staatliche Milliardenhilfen anzapfen. Die selbst schwer angeschlagene Opel-Mutter General Motors (GM) hält noch knapp 50 Prozent an dem Autofinanzierer. Mehrheitseigner ist der Finanzinvestor Cerberus, dem auch der US-Autobauer Chrysler überwiegend gehört. Die Autobanken sind im Zuge der Kreditkrise massiv unter Druck geraten. GMAC habe bei der US-Notenbank einen Antrag auf Umwandlung in eine normale Bankholding gestellt, teilte der Finanzierer am Donnerstag in New York mit. Beim US-Finanzministerium bat GMAC zugleich um einen Einstieg des Staates mit frischem Kapital im Zuge des 700-Milliarden-Dollar-Rettungspakets. Die staatliche Beteiligung im Rahmen des Programms ist nur bei regulären Geschäftsbanken möglich. In den vergangenen Quartalen erlitt GMAC Milliardenverluste. Dies belastet auch GM zusätzlich schwer. GMAC ist neben dem Autogeschäft auch im zusammengebrochenen Immobilienmarkt engagiert. Das verschärft die Lage nochmals. Der Finanzierer streicht derzeit tausende Stellen. GMAC startete am Donnerstag zudem die Refinanzierung von eigenen Schuldtiteln im Volumen von 38 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro). Auch hierzulande schließt die Opel-Herstellerbank GMAC die Inanspruchnahme staatlicher Hilfen nicht mehr aus. "Wir prüfen ernsthaft die Teilnahme am so genannten Staatsfonds Finanzmarktstabilisierung", erklärte eine Sprecherin in der vergangenen Woche gegenüber AUTOHAUS Online (wir berichteten). (dpa/tk)

 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

WEITERE INFORMATIONEN

IHR KOMMENTAR

Ihr Kommentar:*
Ihr Name:* Ihre E-Mail:*
Liebe Leser,
aus Gründen der Fairness wird die AUTOHAUS Online-Redaktion nur noch Kommentare freischalten, die der Netiquette entsprechen und mit vollem Namen (keine Pseudonyme) gekennzeichnet sind.
* Bitte geben Sie hier die Lösung der links gezeigten Aufgabe an:
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

21. November 2008 10:38
Horst Knauf meint:
Das wird immer besser. GMAC hat Milliarden in den vergangenen Jahren abkassiert, als es Opel schon sehr schlecht ging. Es wurden im Konzern Fehler über Fehler gemacht, Händler in den Ruin getrieben und die Marke Opel selbst, die Qualität und die Kundenanforderungen in höchster Potenz ignoriert und vernachlässigt. Nun schreit man nach Steuergelder. Wer unterstützt mich eigentlich, wenn es in meinem kleinen Unternehmen nicht so gut läuft???

1 Leserbriefe (Anzeige 1 bis 1)
1

"HB ohne Filter" vom 18. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute mit den Themen: BMW-Rekorde, Fiat-Kontraste und Die Autohaus-Zukunft: Personal! MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

Professionelles Teile- und Zubehörmanagement im Autohaus

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Teile- und Zubehörlager ertragreich managen! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr