Mittwoch, 23.05.2012
03.09.2008
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IG Metall

Großdemo zur VW-Aufsichtsratssitzung

Die IG Metall ruft zu einer Großdemonstration in Wolfsburg zur Sitzung des VW-Aufsichtsrates am 12. September auf. Ziel sei vor allem der Erhalt des VW-Gesetzes, bestätigte ein Gewerkschaftsprecher am Dienstag in Hannover. Es werde mit großer Teilnahme gerechnet. Die "Braunschweiger Zeitung/Wolfsburger Nachrichten" berichtete unter Berufung auf Gewerkschaftskreise, rund 40.000 VW-Beschäftigte aus allen westdeutschen Werken würden gegen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking demonstrieren, der dem Aufsichtsrat ebenso wie sein Finanzchef Holger Härter angehört. Der Unmut von Belegschaft, Betriebsrat und Gewerkschaft richte sich in erster Linie gegen die beiden Manager, die den Kauf des Volkswagen-Konzerns durch Porsche trotz ungeklärter Mitbestimmungsfragen vorantrieben. Der Porsche-Chef kämpft seit langem auch für eine Abschaffung des VW-Gesetzes. IG-Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine betonte in dem Aufruf zur Demonstration, gerade das Verhalten von Porsche gegenüber der VW-Belegschaft zeige, dass ein VW-Gesetz dringend gebraucht werde. "Volkswagen muss Volkswagen bleiben. Dafür wird die Belegschaft kämpfen", erklärte er. Immer neue Attacken der EU, des Großaktionärs Porsche und jetzt auch noch des Landes Baden-Württemberg hätten nur ein Ziel: Arbeitnehmerrechte zu beschränken und die Schutzmechanismen des VW-Gesetzes zu Fall zu bringen. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh warf Porsche vor, er wolle Vorstand und Belegschaft bei VW spalten. "Offenbar will man den Konflikt zwischen Porsche und uns jetzt hier ins Unternehmen hineintragen", sagte Osterloh der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch). Management und Belegschaft hätten den VW-Erfolg gemeinsam erreicht. "Wer versucht, das zu ändern, der schädigt den VW-Konzern." "Kämpfen nicht gegen Porsche" Zu der angekündigten Demonstration betonte Osterloh, dieser Protest richte sich nicht gegen Porsche. "Wir kämpfen für das VW-Gesetz, egal wie der Aktionär heißt." Allerdings fügt er hinzu: "Wir fragen uns, warum sich Porsche gegen ein Gesetz wehrt, das die Mitarbeiter schützt und den Erfolg offensichtlich nicht behindert." (dpa)

 
 
 
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