Freitag, 25.05.2012
28.12.2009
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Forschung

Großprojekt zu Elektroautos in NRW

In einem Großversuch wird in Nordrhein-Westfalen der Einsatz von Elektroautos untersucht. Wissenschaft und Wirtschaft setzen ab Januar im Großraum Köln 25 Pkw und Transporter auf die Straße und rechnen die Erkenntnisse landesweit hoch. Nach zwei Jahren soll der bundesweite Einsatz simuliert werden. Die Forscher wollen neben der reinen Fahrzeugtauglichkeit auch Fragen zu Kosten, Sicherheit, Umwelt und Akzeptanz nachgehen, sagte am Montag Projektsprecher und Autoforscher Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. Das Bundesverkehrsministerium finanziert das 15-Millionen-Projekt aus Mitteln des Konjunkturpakets II. Ford bringt insgesamt 25 Elektrofahrzeuge der Modelle Focus und Transit in den Einsatz. Der regionale Versorger Rheinenergie richtet im Großraum Köln Stromtankstellen ein. Die Aufgabe der Forscher besteht darin, die Testergebnisse zunächst auf NRW hochzurechnen. Dazu entwickelt die Uni Fahrzeug- und Batteriesimulations-Teststände, die es erlauben, alle Streckenprofile, Verkehrssituationen, Fahrbahnzustände und Ladevorgänge abzubilden. Für den virtuellen Teil des Projekts liegen bereits Milliarden von Verkehrsdaten aus den Großrechnern des Stauforschers Prof. Michael Schreckenberg und des Verkehrslenkungsprojekts "Ruhrpilot" vor. "Die virtuellen Elektroautos erleben damit hautnah auch die Staus auf der A 40 und den übrigen NRW-Straßen mit", sagte Prof. Dieter Schramm, Dekan der federführenden Fakultät für Ingenieurwissenschaften. Schwerpunkt Fahrzeugsicherheit Im Schwerpunkt Fahrzeugsicherheit wollen die Wissenschaftler klären, wie man mit hohen Stromspannungen und Stromstärken bei Unfällen, bei der Fahrzeugbergung oder in Reparaturwerkstätten umgeht. Ein Gefahrenschwerpunkt im Verkehr ist zudem die geringe Geräuschkulisse. Die Fahrzeuge nähern sich fast lautlos. Es werden Systeme gesucht, die das Auto wahrnehmbar machen. Letztlich müssen die Elektroautos auch beim Kunden landen. Den Fragen der Akzeptanz gehen Ökonomen und Psychologen nach. Zwei Fragen stehen im Mittelpunkt: Wie viel tragen die Autos zur Verbesserung der Luftqualität in Metropolen bei und wie viel kostet das Ganze?

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Dudenhöffer fordert von der Bundesregierung Entgegenkommen

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

29. Dezember 2009 19:49
H.-W. Blum meint:
Das liest sich alles, als ob es absolut neu wäre.
Wer erinnert sich noch daran, dass ein norddeutscher Automobilhersteller 1979 eine Flotte von 120 Fahrzeugen vom Typ 2 als 100% Elektromobil in Berlin im Arzneimitteltransport eingesetzt hat? Hier mussten die Batterien, die sehr schwer waren, noch mit einem Gabelstapler gewechselt und in Ladestationen geladen werde. Reichweite ca. 60 Km.
Wer weiss noch, das 1989 bunesweit sogenannte "CityStromer" in der Golf-Klasse als 100% Elektromobil offiziel verkauft wurden (leider nur an einen Privatmann und an Elektrizitätswerke)? Reichweite ca. 120 km, das Signalhorn war wichtigste Ausstattung, da man das Auto nicht kommen hörte. Hier kam der Strom aus der Steckdose und geladen wurde im Fahrzeug. Das ist jetzt 20 bis 30 Jahre her, heute wird man wahrscheinlich mit kleinerer Batterie ca. 200 km Reichweite erzielen, ohne dass sich die Preissituation deutlich verbessert hat.
Wo soll ich da jetzt den Fortschritt erkennen, der die Kanzlerin antreibt?
Nach meiner Überzeugung werden wir noch 20 Jahre mit emissions- und leistungsoptimierten Diesel- bzw. Ottomotoren fahren müssen, bis die Techologie zur Brennstoffzelle ausgereift sein wird.
In dem Sinne, Gesundheit und innere Zufriedenheit
wünscht HWB

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