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Mit der Einigung steht der Reform der Kfz-Steuer zum 1. Juli nichts mehr im Wege.
Finanzstreit beigelegt
Grünes Licht für Kfz-Steuerreform
Für die Umwandlung der Kfz-Steuer in eine klimafreundliche Abgabe vom 1. Juli an sind die Weichen endgültig gestellt. Der Bundestag billigte am Donnerstag den am Vorabend im Vermittlungsausschuss von Bund und Ländern vereinbarten Kompromiss über den Finanzausgleich. Die Länder erhalten jährlich einen Ausgleich von neun Milliarden Euro dafür, dass die Kfz-Steuereinnahmen und das Erhebungsrecht voll auf den Bund übergehen. Das sind 150 Millionen Euro mehr als zunächst geplant, aber 55 Millionen weniger, als die Länder haben wollten. Der baden-württembergische Bundesratsminister Wolfgang Reinhart (CDU) sprach von einem "Erfolg für die Länder".Die Bundestags-Entscheidung über das Vermittlungsergebnis zur Kfz-Steuerreform fiel mit der Mehrheit der großen Koalition sowie der Linksfraktion. Die FDP votierte dagegen, die Grünen enthielten sich. Es wird erwartet, dass an diesem Freitag auch der Bundesrat dem Vermittlungsergebnis zustimmen wird. Erst damit wird der Weg frei für die eigentliche Kfz-Steuerreform, bei der die Belastung der Autofahrer für Neuwagen vom 1. Juli an nicht mehr nur nach Motorgröße, sondern zum größeren Teil nach dem schädlichen Kohlendioxid-Ausstoß der Fahrzeuge bemessen wird. Für Altfahrzeuge bleibt es vorerst bei der Besteuerung nach dem bisherigen System. Der Bundesrat muss parallel jetzt auch der – zuvor aufgeschobenen – Grundgesetz-Änderung zustimmen, um die neue Bundessteuer in der Verfassung zu verankern. "Einfach und verständlich" Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller VDIK begrüßte die Einigung zur Kfz-Steuer. Damit und wegen der Abwrackprämie von 2.500 Euro bei Verschrottung von mindestens neun Jahre alten Autos und gleichzeitigem Pkw-Neukauf gebe es "klare Akzente für die automobile Konjunktur". VDIK-Präsident Volker Lange forderte: "Jetzt muss schnellstens die detaillierte Ausgestaltung der Kfz-Steuer in einfacher und verständlicher Form dem Bürger vermittelt werden." Da sich die Umweltprämie bisher als Renner erweist, forderte Lange eine Aufstockung der Subventionsmittel. (dpa)
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(Foto: Torsten Silz/ddp)
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