Donnerstag, 24.05.2012
18.12.2008
Share |
VDIK-Präsident

"Händler nicht in die Grütze reden"

Der Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) Volker Lange fordert ein schnelles Handeln von der Politik. "Beseitigen Sie Verunsicherung und damit die Kaufzurückhaltung vor allem der privaten Verbraucher durch schnelle, klare und sachgerechte Entscheidungen", erklärte er am Donnerstag in Frankfurt. Die internationalen Fahrzeughersteller hätten ihre Hausaufgaben gemacht und umweltfreundliche Fahrzeuge produziert, jetzt müssten auch die Politiker endlich handeln. Auf die Frage, mit wie vielen Insolvenzen er im Zuge der Krise im Handel rechne, wollte Lange nicht antworten: "Ich will die Händler nicht in die Grütze reden." Es gebe schon genug selbst ernannte Autoexperten, die mit ihren Äußerungen für Verunsicherung sorgen. Aber er fügte hinzu: "Wir werden den ein oder anderen Händler verlieren". Weitere Rabatte zur Ankurbelung des Absatzes lehnt der Verband aber ab. "Es würde die wirtschaftliche Kraft jedes Unternehmens beeinträchtigen, sich an noch höheren Rabattschleudereien zu beteiligen", sagte VDIK-Präsident. An die Adresse der Banken fügte er hinzu: "Wenn die Banker bei ihren Investmentbankern so kristisch gewesen wären, wie bei den Händlern, gäbe es jetzt keine Krise". Weiter forderte er die mit "staatlichen Bürgschaften ausgestatteten Banken" auf, "den Mittelstand bei seinen wirtschaftspolitisch notwendigen, zukunftssichernden Investitionen" zu unterstützen. Kritik an "Deutsche kauft Deutsch" Ebenso kritisierte Lange die Aufrufe in der Presse "Deutsche kauft deutsch": Tatsache sei, dass 74 Prozent der in Deutschland produzierten Pkw exportiert würden und die deutsche Autoindustrie somit "ein existenzielles Interesse an einem freien Welthandel haben muss." 140.000 Arbeitsplätze in Deutschland hingen von den Mitgliedsunternehmen des VDIK ab. Und jährlich würden von den internationalen Fahrzeugherstellern für zweistellige Milliardenbeträge Teile und Zubehör in Deutschland und bei den ausländischen Tochterunternehmen deutscher Zulieferer gekauft.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: VDIK prognostiziert 2,9 Millionen Neuzulassungen

 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe

"HB ohne Filter" vom 18. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute mit den Themen: BMW-Rekorde, Fiat-Kontraste und Die Autohaus-Zukunft: Personal! MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

Professionelles Teile- und Zubehörmanagement im Autohaus

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Teile- und Zubehörlager ertragreich managen! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr