Mittwoch, 23.05.2012
16.12.2008
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Opel-Übernahme

Händler suchen Gespräch mit Berlin

Große Opel-Händler haben am Dienstag im Kanzleramt in Berlin ein Zukunftskonzept für den Rüsselsheimer Autobauer auf nationaler und europäischer Ebene vorgelegt. Das Gespräch habe in Abstimmung mit anderen deutschen Opel-Partnern stattgefunden und sei auf Anregung und mit Zustimmung von Kanzlerin Angela Merkel zustande gekommen, erklärte Dello-Geschäftsführer Kurt Kröger im Anschluss. Über Verlauf und Ergebnisse sei absolute Vertraulichkeit vereinbart worden. An dem Gespräch nahmen neben Kröger auch Peter Dahlmann (GF Dresen-Gruppe) und Jürgen Behren-Gerresheim (GF AZ-West) sowie der zuständige Abteilungsleiter Jens Weidmann teil. Weitere Beratungen sollen "zeitnah" geführt werden, sobald alle Beteiligten die aus dem heutigen Termin resultierenden "Hausaufgaben" gemacht hätten. "Wir vertreten die größten Opel-Händler in Deutschland. Die Adam-Opel GmbH und ihre Tochterunternehmen sind ein wesentlicher Bestandteil der deutschen und europäischen Wirtschaftslandschaft – und damit die Opel-Händler auch", sagte Kröger. Man müsse deshalb um Opel kämpfen. Die Autohäuser planen für den Fall einer Insolvenz oder Liquidation des amerikanischen Mutterkonzerns General Motors (GM) und der damit drohenden Insolvenz der Adam Opel GmbH, eine neue Gesellschaft auf nationaler und europäischer Ebene zu gründen. Damit, so Kröger, könne der Erfolg der Marke mit dem Blitz unabhängig von den Ereignissen in den USA langfristig sichergestellt sowie die Produktionsstandorte in Deutschland und Europa erhalten werden. Die Opel-Partner wollen die Gesellschaft selbst wirtschaftlich tragen. Zur Finanzierung seien aber auch zusätzliche Bürgschaften durch den Staat oder die Bundesländer erforderlich, hieß es. Zudem sehen die Überlegungen eine Kapitalbeteiligung der Opel-Mitarbeiter vor. "Wir denken europäisch" Eine "Renationalisierung" von Opel sei indes kein Thema, erklärten die drei Geschäftsführer auf Nachfrage. Vielmehr müsse im europäischen Rahmen gedacht und die Tochtermarken mit einbezogen werden. "Alles, was wir denken und tun, ist europäisch", sagte Kröger. (st)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

17. Dezember 2008 17:29
HoHoHopel meint:
Sehr mutig und pressewirksam , was die drei größten und wohl auch reichsten Händler da vorhaben ! Zusammen mit Solarworld wirds sicher klappen . Was sagt die Opel GmbH eigentlich dazu ? ...oder gab es für den Auftritt in Berlin ein paar Lagerwagen ?


17. Dezember 2008 16:25
opelikos meint:
Meiner Meinung nach sind diese Herren genauso mutig, wie Adam Opel selber 1862. Da kam er aus Paris mit der Idee hier Nähmaschinen zu
bauen. Er hatte sich sogar gegen seinen Vater durchgesetzt, der ihm als Schlossermeister nicht helfen wollte!!

Ich werde mich an dem Unternehmen beteiligen.


17. Dezember 2008 12:08
@jak meint:
bewundernswertes zeitalter würde ich meinen.
da gehen die größten opel-partner und vorsitzenden des händler-verbandes sehr professionell an die rettung des opel-konzerns ran. ein rettung des herstellers durch den handel hat es nach meinen erkenntnissen bis dato nicht gegeben. ich finde es sehr mutig und ehrgeizig was die herren sich auf die fahne geschrieben haben - und sie könnte sich theoretisch ganz entspannt zurück lehnen und ihr bereits verdientes geld genießen.

Echte Unternehmer und nicht Jammerlappen braucht das Land in der Krise.
Hut ab.

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